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Gemeinde Grefrath
Rüdiger Hoffmann, der Akteur der Langsamkeit

Gemeinde Grefrath. Worte finden immer als kürzeste Strecke von Mensch zu Mensch - obwohl oder gerade weil die Worte aus dem Munde des Kabarettisten Rüdiger Hoffmann (51) eher daherkommen. Sein Eingangssatz ist längst legendär geworden: "Ja, hallo erst mal." Seine Art, mit dem Publikum zu kommunizieren, ist anders als die viele seiner Kollegen. Er sitzt meistens auf seinem Stuhl, aber auch am Klavier, während Kollegen gerne die ganze Bandbreite der Bühne nutzen. Sein Geburtsort Paderborn in Westfalen, katholisch und politisch durch und durch schwarz, bietet ihm zahlreiche Möglichkeiten.

Sein neues Programm, mit dem er derzeit durch Deutschland tourt, hat er "Aprikosenmarmelade" genannt, weil er beim Schreiben des Programms immer wieder Brote mit eben dieser Marmelade zu sich nahm. Er nimmt seine Besucher mit in die Welt des Alltages, die für einen Kabarettisten überaus ergiebig ist. Der Sprachkünstler beherrscht die bundesdeutschen Dialekte und sächselt gekonnt. Beziehungen und Beziehungsprobleme, Hoffmann löst sie, zumindest ansatzweise. Er beherrscht das Spiel mit dem Publikum. Immer wenn man meint, gleich schläft er ein vor Müdigkeit, gibt es einen Knaller. Hoffmann spricht von Erfahrungen mit einem alten Bauernhaus und von der Zeit, als er als Paartherapeut erfolgreiche im Einsatz war. Er, der mehrfach preisgekrönte "Akteur der Langsamkeit", hat längst sein Publikum gefunden und wurde mit großem applaus verabschiedet.

(mab)
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