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Stadt Kempen
Rund um die Burg: Strecke weiter unklar

Stadt Kempen. Am 2. Oktober findet die 58. Auflage des traditionellen Kempener Radrennens statt. Während der Verkehrverein und die Sponsoren einen neuen Kurs favorisieren, will der Radsportclub beim 2,1-Kilometer langen Rundkurs bleiben. Von H.-G. Schoofs

Das Radrennen "Rund um die Burg" gehört in Deutschland zu den Klassikern und gilt bundesweit als schnellstes Rennen dieser Art. Am 2. Oktober findet das Rennen bereits zum 58. Mal statt. Ob es dann für die Aktiven wieder über den 2,1 Kilometer langen Rundkurs auf den Ringstraßen der Thomasstadt geht, ist weiter fraglich.

Wie unsere Zeitung bereits am 23. April exklusiv berichtete, sind für die 58. Auflage von "Rund um die Burg" Veränderungen geplant, die noch nicht abgeschlossen sind. Einige Sponsoren wollen das Publikums-Interesse steigern. Das soll hauptsächlich durch die Verlegung der Strecke durch die Altstadt geschehen. Es fand ein entsprechendes Gespräch zwischen Stadt, Polizei und Verkehrsverein, der den Radsportclub bei der Ausrichtung seit drei Jahren unterstützt, statt. Start und Ziel soll auf dem Ring am Kuhtor bleiben. Von dort aus soll es in die Orsaystraße vorbei am Klosterhof und über die Burg- und Thomasstraße zurück auf den Burgring gehen. Allerdings entstehen durch die Verlegung mehr Kosten, da in der Innenstadt der Kurs komplett mit Absperrgitter versehen werden muss. Um das Risiko eines Minus-Geschäfts auszuschließen, bevorzugt der RSC Kempen als Veranstalter den bisherigen Kurs. Allerdings hat der Verkehrsverein mittlerweile einen neuen Anbieter von Absperrgittern ausfindig gemacht. Demnach sollen die Kosten um die Hälfte geringer sein. Nächste Woche wollen sich alle Beteiligten wieder an einen Tisch setzen und endgültig entscheiden, wie der Streckenverlauf sein wird. Der Termin 2. Oktober 2016 ist im Kalender des Bundes Deutscher Radfahrer fest verankert. Der Radsportclub Kempen hat das Rennen im Internet auf seiner Homepage wie immer als Rundkurs über 2,1 Kilometer angekündigt. Spätestens Anfang August muss die Ausschreibung des Rennens vorliegen. Rennleiter Uli Deden erklärte diese Woche im Gespräch mit unserer Zeitung, dass er für "Rund um die Burg" nicht mehr zur Verfügung stehen wolle: "Ich werde in diesem Jahr 60 Jahre alt und möchte mehr Zeit für mein Privatleben haben." Der Kursveränderung durch die Altstadt sieht er skeptisch entgegen: "Ich kenne die Fahrer sehr gut. Viele scheuen die kleinen und engen Kurse. Ich glaube, dass dann vielleicht nur noch 250 Teilnehmer nach Kempen kommen werden."

Quelle: RP
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