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Stadt Kempen
Saison mit sieben Jazz-Ausrufezeichen

Stadt Kempen: Saison mit sieben Jazz-Ausrufezeichen
Das Fries-Nuss-Quartett mit (von links) Simon Busch, Schlagzeug, Robert Schulenburg, Bass, Heinrich Fries, Saxofon, und Benyamin Nuss, Klavier, kommt am 15. Juni 2016 zum Abschluss der Saison 2015/2016 ins Campus Kempen. FOTO: KN
Stadt Kempen. Das Kulturamt Kempen bietet in der Konzertsaison 2015/2016 auch ein mit viel Kenntnis und Sorgfalt ausgesuchtes Jazz-Programm an. Besonders neugierig machen zwei Konzerte im Rahmen des Festivals "Jazz Korea" mit Jazz aus Fernost. Von Heribert Brinkmann

Jazz in Korea? Das fragten sich die Programm-Macher der Konzertreihen im Kempener Kulturamt auch - und beantworteten die Frage ganz eindeutig mit "Ja, gibt es - und das nicht zu knapp". Im Rahmen des Festivals "Jazz Korea" kommen Bands nach Deutschland, Polen, Belgien, Ungarn und Spanien. Kempen gehört Ende November auch zu den Stationen auf der Europa-Tournee.

Doch den Start in die neue Saison macht am 21. Oktober die deutsch-amerikanische Band "Subtone". Das Jazz-Quintett wurde 2005 in Berlin gegründet. Nach Stationen in Brüssel. Paris und New York drei der fünf Musiker mittlerweile wieder in Berlin, die beiden anderen sind in Köln und New York zu Hause. Alle Bandmitglieder tragen eigene Kompositionen für die Band bei, die unterschiedlich inspirierten Kompositionen bestechen durch ihre enorme Bandbreite - wobei dies nie beliebig wird, sondern sich zu einem eigenständigen Band-Stil zusammensetzt. Neben Klavier, Bass und Schlagzeug treten Trompete (Magnus Schriefl) und Altsaxophon/Flöte (Malte Dürrschnabel).

Von Berlin nach Seoul, der Hauptstadt Südkoreas mit mehr 40 Jazzclubs. Zu einem Jazzkonzert zu gehen, gilt in Seoul als cool. Ein repräsentativer Querschnitt einer aufregenden Vielfalt kommt zu zwei Doppelkonzerten am 25. und 26. November auch nach Kempen. Am 25. November ist das Trio Closer um den Pianisten Vian (Absolvent des Berklee College und der Manhattan School of Music) mit aktuellem Pianotrio-Jazz sowie das Duo Han Seung Seok und Jung Haeil, das Tradition wie den epischen Pansori-Gesang mit Moderne verbinden, zu erleben. Am 26. November sind das Trio des Pianisten Kyungyoon John Nam, der bei Hank Jones studierte, mit Gastsaxofonist Toine Thys aus Belgien und das Trio des Gitarristen Jo Young Deok, der beim Jarasum Festival 2012 als bester Solist ausgezeichnet wurde, zu hören.

Dann geht es mit PC Energetic schon ins neue Jahr. In seinem Trio, am 28. Januar im Campus, verbindet Namensgeber Philipp Czarnecki mit seiner Gitarre die Energie des Rock mit der Improvisationsfreude des Jazz. Am 17. März wird die amerikanische Pianistin Roberta Piket in der Paterskirche spielen. Ihr Vater war der emigrierte österreichische Komponist Frederick Piket, ihre Mutter eine Sängerin, die ihr das "Great American Songbook" vermittelte. Roberta Piket bringt die gesamte Bandbreite des Jazzpianos zum Klingen. Die Jazz-Querflöte ist nicht allzu häufig zu hören: am 19. Mai in Kempen: Die junge Anne-Christine Heinrich, Preisträgerin bei "Jugend jazzt", schloss ihr Studium der Jazz-Querflöte 2010 mit Auszeichnung ab. Im Quartett produziert die Band einen feinnervig swingenden Modern Jazz mit kammermusikalischer Note.

Zum Abschluss der Saison 15/16 ist das Fries-Nuss-Quartett am 15. Juni zu erleben. Die vier Musiker haben alle bei namhaften Jazz-Größen studiert und Workshops besucht - Saxofonist Heinrich Fries und Schlagzeuger Simon Busch etwa beim US-Gitarristen John Abercrombie und dem US-Saxofonisten Dave Liebman. Pianist Benyamin Nuss wurde früh durch seinen Vater, den Jazz-Posaunisten Ludwig Nuss, und dessen Bruder, den Jazz-Pianisten Hubert Nuss, gefördert. Benyamin Nuss spielt neben Jazz auch klassische Musik, etwa mit dem London Symphony Orchestra.

Quelle: RP
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