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Stadt Kempen
Schlüsselübergabe bei den Maltesern

Stadt Kempen: Schlüsselübergabe bei den Maltesern
Viel Spaß hatten die Teilnehmer des Malteser-Fests. Das gesellige Zusammensein genießt bei dem Rettungsdienst einen hohen Stellenwert. FOTO: wolfgang kaiser
Stadt Kempen. Die Malteser-Ortsgruppe Kempen begrüßte 15 neue Freiwillige und verabschiedete 18 bisherige Helfer. Es entstand ein reger Gedankenaustausch. Die Leitung der neuen Gruppe übernehmen zwei erfahrene Ausbilder. Von Silvia Ruf-Stanley

Eine Schlüsselübergabe gab es jetzt beim Kempener Malteser Hilfsdienst (MHD). Damit wurden symbolisch 15 neue Freiwillige Helfer in die Ortsgruppe aufgenommen, gleichzeitig die bisherigen 18 Freiwilligen mit einer kleinen Dankesfeier verabschiedet. Dies ist ein willkommener Anlass zum Austausch der erfahrenen Helfer und der Neulinge, meinte Geschäftsführer Jan Galli.

15 junge Leute werden nun ein Jahr lang in verschiedenen Bereichen des MHD tätig sein. Dazu gehört der Behinderten-Fahrdienst - daher die Schlüsselübergabe für die Fahrzeuge. Aber sie arbeiten auch in der Ausbildung bei Erste-Hilfe-Kursen oder im Sanitätsdienst, zum Beispiel bei Heimspielen von Borussia Mönchengladbach. Auch kümmern sie sich um die neu entstehende Malteser-Jugend. Die Bandbreite der Aufgaben ist groß, ebenso die Altersstufen. Das geht von 17 bis 36 Jahren. Der Jüngste ist mit seinen 17 ein Novum - kleine Schwierigkeit dabei, dass die Eltern noch alle Vereinbarungen mit unterschreiben müssen. Der Älteste strebt nun nach einer Laufbahn im Handel eine neue Herausforderung an.

Einige der Freiwilligen machen ein Soziales Jahr, dass aus Mitteln des MHD finanziert wird. Andere kommen im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes, der den bisherigen Zivildienst ersetzt und aus Bundesmitteln finanziert wird. Großes Interesse gibt es für den Dienst. Allein 40 Bewerbungen gab es in diesem Jahr, berichtete Galli. Das ermöglicht es, nach Motivation und Bereitschaft zum Engagement auszusuchen. Wie er bestätigten auch die jungen Leute, dass sie sich von diesem Jahr wertvolle Erfahrungen erwarten. Erfahrungen, die auch Arbeitgeber später schätzen, so Galli. Die meisten der jungen Leute sagen, dass sie nach der Schule ein Jahr mit sinnvoller Arbeit verbringen wollen. Oder auch die Zeit bis zum Studium überbrücken. Vielfach werde das Jahr auch beim Studium anerkannt, berichteten die angehenden Mitarbeiter. Entweder hebt das den Notendurchschnitt beim Abitur oder es wird sogar als Semester anerkannt.

Die Begleitung der Gruppe übernehmen neben Galli mit Dietmar Engler und Frank Lange zwei erfahrene Ausbilder des MHD, außerdem kommt Gabi Lommetz, die in Krefeld und Nettetal in der Ausbildung tätig ist, dazu. Ferner werden alle Freiwilligen im Laufe des Jahres viermal zu Seminaren geschickt. Hier treffen sie auf andere MHD'ler. Ganz wichtig sei dies, sagte Galli. Erfahrungen können ausgetauscht oder unterschiedliche Arbeitsweisen kennen gelernt werden und vieles mehr. Außerdem wird in Kempen das Miteinander groß geschrieben. Mit Sport oder gemeinsamen Kochen soll der Teamgeist gefördert werden. Das scheint zu funktionieren, denn mancher bleibt hinterher ehrenamtlich beim MHD, erzählte Galli.

Quelle: RP
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