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Gemeinde Grefrath
Schöne Klänge im gesamten Ortskern

Gemeinde Grefrath: Schöne Klänge im gesamten Ortskern
Das von der Kulturinitiative Grefrath (KinG) organisierte Straßenmusikfestival lockte am Samstag zahlreiche Menschen in den Ortskern der Niersgemeinde. FOTO: Wolfgang Kaiser
Gemeinde Grefrath. An neun Orten musizierten in Grefrath beim Straßenmusikfestival die Kreativen: vom Berger Platz über die Hochstraße bis zu Deversdonk und dem "Platz zur Sonne". Die Premiere bot auch ein vielseitiges Rahmenprogramm. Von Thomas Anders

Die Fußgängerzone, eine kreative Spielwiese: Das von der Kulturinitiative Grefrath (KinG) organisierte Straßenmusikfestival lockte am Samstag zahlreiche Menschen in den Ortskern der Niersgemeinde. Die mehr als gelungene Premiere lebte nicht nur von bunten Klängen, sondern vielmehr vom vielseitigen (Rahmen-)Programm. Dank des starken Einsatzes der Einzelhändler gab es zudem die Möglichkeit zum Stöbern, Schauen und Shoppen. Die Stunden vom frühen Nachmittag bis in den späten Abend vergingen wie im Flug.

Mit "Sunny" traf die Kempen Big Band am Berger Platz unter freiem Himmel die Stimmung der Stunde. Feine Jazzstandards, semiprofessionelle Musiker und ein bestens gelaunter Bandleader Markus Türk ließen den funkigen Funken schnell überspringen. "Einfach klasse" fand das Türk bereits nach dem ersten Set - er und seine vier Vorstandskollegen der KinG-Kulturinitiative hatten ganze Arbeit geleistet und konnten stolz auf das Erreichte sein.

Auch ungewöhnliche Musikinstrumente kamen beim Straßenmusikfestival zum Einsatz. FOTO: Kaiser, Wolfgang (wka)

"Dabei hatten wir anfangs was ganz anderes geplant", verrät Türk im Gespräch mit der RP. Zum Hintergrund: Vor etwa genau einem Jahr fand, ebenfalls von den "Kings" veranstaltet, das zweite Schwingbodenfestival im gleichnamigen Gref-rather Park statt. "Ein Riesenaufwand war das", erinnert sich Türk, "also wollten wir diesmal eine Nummer kleiner planen." Die ursprüngliche Idee für 2015 sah drei Bands vor, die auf dem Marktplatz spielen. Doch dann - der Einzelhandel war mit ins Boot geholt - ergab eine Idee die andere. Das erlebenswerte Ergebnis konnte sich hören lassen und kam jenseits des Mainstreams mit erfrischend verquerem Sound und reichlich rassiger Attitüde daher. An neun Orten musizierten die Kreativen, vom Berger Platz über die Hochstraße bis zu Deversdonk und dem "Platz zur Sonne". Dabei hatten jede Formation und jeder Solokünstler einen "Paten", der die Aktiven bewirtete. Im Falle der Kempen Big Band waren das Anwohner, genauer Familie Geenen vom Berger Platz. Die Töchter Marie und Jule stemmten größtenteils mit ihren Freundinnen Nina und Lisa den Ausschank. Anderenorts brachten sich Händler und Gastronomen ein.

Auf etwas verlorenem Posten auf der Deversdonk, zwischen Rossmann, Oomen und der Kinderattraktion Bungee-Trampolin spielte die Mülhausener Lehrer-Eltern-Band "Niersboys". Besser positioniert waren da schon "Made for Rock 'n' Roll" samt sangesstarker Frontfrau aus Krefeld am Platz an der Sonne. Ihre Cover machten Laune - andere kennen die Band vielleicht auch als "Fräulein Emma", dann jedoch mit eigenen Texten. Bei den Kleinen punktete das Gaststätte-Team von "Zum Fürsten Blücher" mit roten Heliumballons, aber auch KinG-Mitglied Anne Scherf: Auf Idee von Robin Peijpers bot die Grefratherin kostenlose Spiele wie Dosenwerfen, Tellerjonglage, Holzturmbauen und KinG-Pappkronen-Basteln an. "Das wird super angenommen, das Publikum ist interessiert, alle Leute fröhlich", freute sich Scherf.

Schräg gegenüber, vor der Buchhandlung Gross, spielte "Blank Water" als Ersatz für Hang-Spieler Fabian Küpper. Sphärische Klänge mit Cello, Synthie, Gitarre und zweistimmigem Gesang waberten und flatterten, und Cellistin Birte sprach den Machern ein dickes Lob aus: "Schön warm ist's, gemütlich, die Menschen sind gut gelaunt!" Bei Gross signierten indes Jürgen "Moses" Pankarz seine Hüsch- und das Kreis-Viersen-Poster und Kinderbuchautorin A.E. Eiserlo ihren Fantasyroman Fanrea.

Etwas provisorisch sah sie aus, die leicht erhöhte Bühne auf dem Marktplatz. Inmitten von Trink- und Essbuden und einem spannend gemischten Publikum holte der Hauptact "Provinztheater" aus Krefeld ab 20 Uhr zum finalen Konzert des Tages an. "Rumpelpolka und Kartoffelrock" präsentierte die junge Truppe, mischte Musik mit Theater, Show und Klangzitate von der deutschen Nationalhymne bis zur Trompetenfanfare zum Angriff auf die Lachmuskeln. Das Straßenmusikfestival in einem Wort: großartig!

Quelle: RP
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