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Stadt Kempen
Schönmackers steckt sein Geschäftsfeld neu ab

Stadt Kempen: Schönmackers steckt sein Geschäftsfeld neu ab
Bernd Schönmackers führt das Familienunternehmen gemeinsam mit Tochter Gloria Sophie. FOTO: Jana Bauch
Stadt Kempen. Mit der Übernahme der Entsorgungssparte der Firma Landers erweitern die Kempener ihr Einzugsgebiet. Von Klaus Nikolei und Andreas Reiners

Das traditionsreiche Familienunternehmen mit Hauptsitz am Hooghe Weg im Kempener Gewerbegebiet ist längst weit über die Grenzen der Thomasstadt hinaus aktiv. Wer das bisher nicht wusste, wird spätestens nach der Meldung von der Übernahme der Entsorgungssparte der Firma Landers in Wesel - die Rheinische Post berichtete am vergangenen Samstag - hellhörig geworden sein. Die Schönmackers Umweltdienste fügen am unteren Niederrhein einen weiteren durchaus attraktiven Baustein ihrem Firmenkonsortium bei. Die Schönmackers-Gruppe verfügt über Standorte im gesamten Rheinland. Von Euskirchen über Aachen, Köln, den Rhein-Erft-Kreis, den Kreis Heinsberg, die Städte Mönchengladbach, Neuss, Düsseldorf, Meerbusch und Essen sowie die Kreise Mettmann, Viersen, Kleve und Wesel - das Kempener Entsorgungsunternehmen ist breit aufgestellt. Laut Firmen-Homepage ist das Unternehmen in drei Regionen - "Rhein-Ruhr", "Niederrhein" und "Rheinland" - aufgeteilt.

Die Schönmackers-Gruppe gehört damit inzwischen zu den Großen einer Branche, der seit Jahren ein zweifelhaftes Image anhaftet. Der Zusammenbruch des Viersener Familienunternehmens Trienekens vor 15 Jahren hat seine Spuren bis heute hinterlassen. Das Unternehmen Trienekens hatte für den Bau der Müllverbrennungsanlage in Köln-Niehl nachweislich elf Millionen Euro Bestechungsgelder gezahlt. Es gab ein Strafverfahren gegen einige der Beteiligten. Firmenchef Hellmut Trienekens wurde wegen Steuerhinterziehung zu einer Haftstrafe auf Bewährung sowie einer Geldstrafe verurteilt.

Das Schicksal des Vierseners Müllmultis galt und gilt dem Kempener Bernd Schönmackers als warnendes Beispiel. Der heute 68 Jahre alte Seniorchef, der das 1956 in Kempen gegründete Familienunternehmen gemeinsam mit seiner Tochter Gloria Sophie Schönmackers führt, ist deshalb ein sehr vorsichtiger und umsichtiger Patriarch. Über das Unternehmen verlautet in der Öffentlichkeit wenig, ab und zu wird via Homepage über aktuelle Entwicklungen berichtet. Branchenkenner zählen Schönmackers indes zu den großen Firmen in der Kreislaufwirtschaft mit einer guten strategischen Ausrichtung.

Quelle: RP
 
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