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Stadt Kempen
Schützen stellen die Weichen bis 2019

Stadt Kempen: Schützen stellen die Weichen bis 2019
Im Mai vergangenen Jahres wurde die neue Schießanlage in Voesch in Betrieb genommen. FOTO: achim hüskes
Stadt Kempen. In seinem ersten Jahr als Bezirksbundesmeister hat Uli Loyen eine Menge bewegt. Der Vogelschuss findet am 2. Juli an der Burg Uda in Oedt statt. Bei den Vergleichsschießen erzielten die Schützen aus dem Bezirk Kempen gute Resultate. Von Manfred Baum

Eine lebendige und sachliche, aber auch diskussionsfreudige Versammlung gab es jetzt im Vereinsheim der Stefanusschützen in Ziegelheide, wo unter der Leitung von Bezirksbundesmeister Uli Loyen die Bruderschaften im Bezirk Kempen im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften in Anwesenheit von Bezirkspräses Thomas Eicker die Weichen bis 2019 gestellt wurden.

Seit einem Jahr ist Loyen Bezirksbundesmeister. Auf der Versammlung wurde deutlich, dass er in diesem Jahr einiges bewegt hat. Er unterstrich aber auch mehrfach die Bedeutung der Teamarbeit. Im vergangenen Jahr hat der Bezirksverband mit finanzieller Unterstützung der Sparkasse Krefeld-Kreis Viersen einen eigenen neuen Schießstand angeschafft, für den jetzt auch ein Transportanhänger gekauft wurde. Präses Eicker bescheinigte dem Verband und den Mitgliedsbruderschaften ein vorbildliches Engagement und eine beispielhafte Zusammenarbeit. Er riet den Bruderschaften über einen "Gaststatus" neuer Mitglieder nachzudenken. Weiter meinte der Präses: "Es ist eine schwierige Situation zu integrieren. Das ist Knochenarbeit."

Das Thema werde die Bruderschaften angesichts des Flüchtlingsstromes in den nächsten Jahren sehr beschäftigen, so Eicker abschließend. Loyen betonte, dass er für eine feste Verbindung zur Kirche stehe und ging noch einen bemerkenswerten Schritt weiter und meinte: "Aber wir müssen auch offen sein für Menschen, die nicht einer Kirche angehören." Er stellte fest, dass sich die Bruderschaften derzeit diesbezüglich in einem "Spannungsfeld" bewegen würden. Es würden vielfach kritische Fragen gestellt, die jedoch ohne Antworten blieben. Zum Thema Integration habe der Bezirksverband mehrfach versucht, bei der Stadt Kempen einen Experten zu bekommen. Doch dieser Versuch sei bisher gescheitert. Jetzt will man einen Brief an Bürgermeister Volker Rübo schicken.

Nach einer ausgiebigen Diskussion beschloss die Versammlung, dass bis zum Jahre 2019 der Bezirksvogelschuss und das Bezirkskönigsfest an einem Tag durchgeführt werden und dass es den Vogelschuss auf einen Holzvogel und nicht auf eine Scheibe gibt. Die Premiere findet am 2. Juli bei der Oedter Vitusbruderschaft statt. Der Tag beginnt am Nachmittag mit einer Messe in St. Vitus. An der Burg Uda wird der Vogel geschossen, in der Albert-Mooren-Halle wird später dann gefeiert. Das von Loyen entwickelte Finanzierungskonzept wurde nach intensiver Diskussion angenommen und befürwortet.

Im Frühjahr bekommt der Diözesanverband einen neuen Diözesanbundesmeister, da Amtsinhaber Wolfgang Genenger aus Viersen in den Bundesvorstand aufgestiegen ist und stellvertretender Bundesschützenmeister wurde. Der Einkehrtag des Bezirksverbandes kann nicht mehr im Antoniushaus in Mülhausen stattfinden, da dort jetzt junge Flüchtlinge untergebracht werden. So findet er am 20. Februar im Pfarrzentrum St. Josef in Kamperlings statt.

In diesem Jahr finden im Bezirksverband Kempen Schützenfeste in Vorst, in Benrad-St. Tönis, bei den Benediktusschützen in Schmalbroich-Wall, in Unterweiden und zum Abschluss im September in Oedt statt. Die Jugend wird im Juni an den Diözesanjungschützentagen in Viersen teilnehmen. Aus den Jahresberichten der Bezirksschießmeister und der Bezirksjungschützenmeister ging hervor, dass es wieder sehr gute Erfolge der Schützen gab. Beim Nachwuchs schaffte es Franziska Langels beim Bundeswettbewerb einen guten sechsten Platz zu erringen. Die Mülhausener Schützenkönigin Petra Volgmann wurde im jetzt 88 Jahre alten Bezirksverband die erste Frau, die Bezirkskönigin wurde. Ihre Amtszeit endet im Juli. Michael Windeck aus Schmalbroich wurde neuer stellvertretender Bezirksjungschützenmeister. Der Posten war bisher vakant. Schatzmeister Robert Reiners berichtete von einer zufriedenstellenden Kassenlage.

Quelle: RP
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