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Stadt Kempen
Schulen scheinen kein Interesse an politischem Praktikum zu zeigen

Stadt Kempen. Das Angebot eines so genannten kommunalpolitischen Praktikums für Schüler von weiterführenden Schulen wird es in Kempen vorerst nicht geben.

Wie Jugendamtsleiterin Heike Badberg im Jugendhilfeausschuss berichtete, besteht daran bei den Kempener Schulen kein Interesse. Die CDU hatte im Herbst vergangenen Jahres beantragt, die Stadt möge ein Konzept für ein solches Praktikum erarbeiten, bei dem Jugendliche Einblick in die Kommunalpolitik erhalten sollen. Das Konzept gibt es noch nicht, denn das damit beauftragte Jugendamt hat zum einen zu wenig Personal und zum anderen laut Heike Badberg aus den befragten Schulen die Rückmeldung, dass so etwas derzeit nicht ins pädagogische Konzept passe.

Aus Sicht der Stadt ist es wichtig, dass die Schulen sich an einem solchen Projekt - auch unter Einbindung von Fachlehrern - beteiligen. In Viersen und Nettetal gibt es solche Angebote. Sie laufen - wie in Viersen - seit mehr als zehn Jahren mit jährlich etwa 50 Jugendlichen sehr erfolgreich. CDU-Fraktionsvorsitzender Wilfried Bogedain drängte im Ausschuss darauf, dass das Thema auf der politischen Agenda bleibt. Die Junge Union hatte den Wunsch nach einem solchen Praktikum seinerzeit an die CDU-Ratsfraktion herangetragen.

Bogedain schlug vor, die Verwaltung solle prüfen, ob ein solches Angebot möglicherweise über einen externen Träger realisiert werden könne. Er nannte als Beispiel die Kreisvolkshochschule. Dezernent Klee sicherte zu, dass man sich des Themas noch mal annehmen werde.

(rei)
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