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Erinnerungen
Schweres Unwetter vor 125 Jahren

Kempen. GREFRATH (hd) In den vergangenen Wochen kam es mehrfach zu Unwettern in der Region. Der Heimatverein Grefrath hat in die Autobiografie des früheren Bürgermeisters Johannes Spiekenheuer geschaut und festgestellt, dass das kein Phänomen der Neuzeit ist. Spiekenheuer schildert ein schweres Unwetter vom 1. Juli 1891, das viele Bürger in Not gebracht hat. Unter anderem heißt es dort:

"Nachmittags entlud sich in Grefrath und Umgebung innerhalb vom 20 Minuten ein Verderben bringendes Gewitter, wie es seit Menschengedenken nicht dagewesen war. Donner, Blitz und Wind führten Hagelgeschosse in Form von Eisklumpen in der Dicke von Hühnereiern mit sich. (. . .) Fensterscheiben und Dachziegel wurden zertrümmert. Zwölf Glaser hatte mehr als eine Woche Arbeit mit dem Einsetzen neuer Fensterscheiben zu tun. (. . .) In der Schwatzschen Plüsch- und Sammetfabrik wurden die Dächer durchschlagen und die Stoffe auf den Webstühlen verdorben und schwer beschädigt."

Quelle: RP
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