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Kempen
Serieneinbrecher aus Albanien wollen Geständnis ablegen

Kempen. Möglicherweise wird der albanischen Einbrecherbande ein schneller Prozess gemacht. In wechselnden Konstellationen hatte sie aus Wohnungen und Einfamilienhäusern in Mönchengladbach, Korschenbroich, Willich, Niederkrüchten und weiteren Orten Geld und Wertgegenstände gestohlen. Nahezu 100 Taten sollen sie begangen haben, nur rund die Hälfte davon ist angeklagt. Bei Letzteren gibt es wohl handfeste Beweise wie Finger- und DNA-Spuren. Zum Prozessauftakt wurde vor dem Mönchengladbacher Landgericht die Anklage verlesen, und es gab ein Rechtsgespräch. Sollten die Angeklagten beim nächsten Prozesstermin ein umfassendes Geständnis ablegen, dann drohen ihnen Höchststrafen zwischen knapp drei und sechs Jahren. Es sieht so aus, als würden die Angeklagten alles zugeben. Lediglich der mutmaßliche Haupttäter will sich noch mit seinem Anwalt beraten.

Mitangeklagt mit den Einbrechern aus Albanien ist auch eine Deutsche (63). Sie soll den Tätern eine Wohnung zur Verfügung gestellt haben und Fahrten für die Bande übernommen haben. Als Lohn gab es laut Anklage Beutestücke. Der Frau droht nun eine Strafe zwischen 21 und 33 Monaten, sollte sie alles zugeben.

Bei der Festnahme der Täter und den Durchsuchungen im Februar hatte die Polizei rund 2000 Beutestücke gefunden. Mehrfach veröffentlichte die Ermittlungskommission "Albatros" Fotos vom sichergestellten Schmuck. Viele Einbruchsopfer hatten Stücke aus ihrem Eigentum wiedererkannt. Eine Frau aus Düren etwa sah ihre Taufkette, eine Frau aus Mönchengladbach entdeckte auf Fotos eine ihr gestohlene Brosche, ein Geschenk ihres Sohnes von seinem ersten Gehalt.

(gap)
 
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