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Gemeinde Grefrath
Sieben Bruderschaften beim Festumzug

Gemeinde Grefrath: Sieben Bruderschaften beim Festumzug
Mit einer Prozession wurde der Gedenktag des Heiligen Laurentius von Rom gedacht. Sie gehört zum Teil des Grefrather Schützenfestes der Antoniusschützen. FOTO: ACHIM HÜSKES
Gemeinde Grefrath. Antoniusschützen feierten mit König Hans-Peter Müller an der Spitze ein großes und von der Sonne verwöhntes Schützenfest nach dreijähriger Pause mit Mini-Kirmes. Am Festzug gestern nahmen 1000 Schützen und Musiker teil. Von Manfred Baum

Es ist ein traumhaftes Schützenfest, das die 1628 gegründeten Grefrather Antoniusschützen seit Freitag feiern. An der Spitze stehen König Hans-Peter Müller (ehemaliger Bezirkskönig) mit Gattin Christiane und seine Minister Hans Impelmanns und Alexander Kättner und deren Ehefrauen Rita und Christina. Es war ein von der Sonne verwöhntes Fest, aber auch eines, das alte Schützenherrlichkeit lebendig werden lässt und die Jugend bestens miteingebunden hat. Die Prunkbäume und Festbögen, die errichtet und gebaut wurden, zeugen von einem bemerkenswerten Engagement der Schützenbrüder und der Kränzergemeinschaften. Auf dem Heudonk, wo das Königspaar wohnt, wurde daraus sogar eine neue Garde.

Es passte einfach alles zusammen: Die rund einjährigen Vorbereitungen haben sich gelohnt. Brudermeister Guido Ellerwald, der selbst einst auch König war, kann stolz sein auf die große Schützenfamilie. Gestern wurde die restaurierte Fahne im Festhochamt geweiht. Am Samstag spielte mit Unites Four eine tolle Band zum Dorfabend auf. Der "großen Zapfenstreich" auf dem historischen Marktplatz ging zu Herzen. Festlich geschmückt waren die Straßen mit Rosen, Röschen, Maien, Wimpeln und Fahnen.

Dazu kam eine gute Beteiligung der Bürgerschaft an den bisherigen Schützenfesttagen. Nicht vergessen werden soll die Laurentiusprozession, die stets in Verbindung steht mit dem Patronatsfest des Heiligen Laurentius. Die Königsgarde kann zudem noch auf "Zehn Jahre Quattrolon" am 31. Oktober zurückblicken. Beim Frühschoppen am gestrigen Sonntag wurden im Zelt viele langjährige Mitglieder geehrt. Auch da bewies die Bruderschaft, das in ihren Reihen viele Männer und Frauen seit Jahrzehnten engagiert sind.

Die Antoniusschützen haben die "Alten" auch in der schwarzen Garde integriert, wo Uwe Kersten jetzt zum wiederholten Male der Garde-König geworden ist und wo sich auch Ex-Bürgermeister Herbert Kättner bestens aufgehoben fühlt. Auch die Jugend ist tief verwurzelt in der Bruderschaft mit der Königinnengarde und den Antonius-Mädels. Seit zehn Jahren gibt es die Königshusaren. Da stand die Turnerschaft Grefrath wieder einmal Pate. Auch der erste Halbstarkenzug bringt die Jugend mit ins Schützenspiel. Ein wahrer Hingucker ist seit 15 Jahren die 58er Schottengarde.

Wer am gestrigen Sonntag den großen Festzug mit fast 1000 Teilnehmern mehr als zwei Stunden durch Grefrath ziehen sah, der hat ganz schnell feststellen können: In Grefrath lebt nicht nur die Schützentradition seit 387 Jahren, sondern sie wird ständig weiter entwickelt und belebt. Neun Musikkapellen, darunter auch die schottische Dudelsackmusik, sorgten für die entsprechende Begleitung. Sieben Bruderschaften waren dabei, neun Garden zogen mit, darunter die Schlibecker Klumpenfrauen, und mehr als ein halbes Dutzend Grefrather Vereine - längst eine liebgewordene Tradition. Höhepunkt war gestern dann die Parade am geschichtsträchtigen Bergerplatz.

Quelle: RP
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