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Kempen
Skulpturenpark macht Kunst erlebbar

Kempen. Kunst ganz beiläufig: Skulpturen und Plastiken internationaler Künstler gibt es in ganz Viersen. Von Sigrid Blomen-Radermacher

Kunst in Häppchen, unterwegs und nebenbei - besser geht's eigentlich nicht. Für den vorgestellten Kunstgenuss brauchen Sie nicht extra ein Museum oder Galerie zu besuchen und können zwischendurch noch gemütlich einkaufen, etwas im Kreishaus oder Stadthaus erledigen und Kaffee trinken.

Was wird geboten? Die zerknüllte Seite einer chinesischen Tageszeitung in Bronze gegossen und fast ein Dutzend mehr an Skulpturen und Plastiken von internationalen Künstlern. Seit mehr als 25 Jahren wird auf Initiative des Vereins für Heimatpflege internationale Kunst für draußen gesammelt. Ausstellungen zu den Künstlern, Führungen für Erwachsene, Führungen für den Nachwuchs - all' das sorgt dafür, dass die Viersener Bürger die Kunst schon längst als einen unverzichtbaren Teil ihrer Stadtkultur verstehen.

Wie gesagt: Besser geht's eigentlich nicht: Ich erledige Unaufschiebbares im Kreishaus - und begegne dem bizarren "Kaspar" von Karl-Heinz Hödicke aus dem Jahr 1985. Ich habe noch Zeit, bis der nächste Bus am Busbahnhof einfährt: Da ruh ich mich doch in dem nahen Park neben der Galerie auf einer der Steinbände von Erwin Heerich aus. Oder versuche, den "Optimismus" von Günter Haese zu durchschauen. Hinter der Städtischen Galerie finde ich die surreale Figur von Matta mit dem Namen "Chaosmos". Um die China Daily zu lesen (oder eben auch nicht), muss ich noch ein wenig weiter gehen. Wenn ich dann einen Kaffee oder ein Eis benötige und dabei in Richtung Stadthaus gehe, stoße ich zwischen Rathausmarkt und Kreishaus auf die "Wirbelsäule" von Anthony Cragg, die ebenso an eine sehr bewegliche Wirbelsäule wie an einen Stapel mit Autoreifen erinnert. Ach ja: Hier meckert übrigens niemand, wenn ich die Kunst auch mal mit den Fingern "begreifen" möchte!

Wo finde ich Informationen? Auf der Homepage des Heimatvereins unter www.heimatverein-viersen.de/sammlung/lageplan.htm gibt es umfassende Infos über alle Werke und ihre Urheber.

Wer ist auch da? Alle anderen Menschen- Passanten, Spaziergänger, Einkaufende ... und Kunstinteressierte.

Wann ist geöffnet? 365 Tage im Jahr, 24 Stunden lang.

Wie kommt man hin? Am besten beginnt man an der Städtischen Galerie im Park. Im Internet kann man vorab den Lageplan der einzelnen Skulpturen einsehen. In der Galerie (Öffnungszeiten: dienstags bis samstags 15 bis 18 Uhr, sonntags 11 bis 18 Uhr) gibt es auch Infos zur einer drei-stündigen Führung mit dem IPod.

Was kostet es? Überhaupt nichts. Nach dem Motto: umsonst und draußen.

Quelle: RP
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