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Stadt Kempen
So kommt Kempen an Geld aus der Kulturförderung

Stadt Kempen. Peter Landmann stellte NRW-Kulturfördergesetz vor. Von Silvia Ruf-Stanley

Nicht ohne Stolz stellte der ehemalige Kempener Kulturdezernent und Ministerialdirigent im Ruhestand, Peter Landmann, in der jüngsten Sitzung des Kulturausschusses das Kulturfördergesetz des Landes Nordrhein-Westfalen vor. Schließlich hat er maßgeblich an diesem bislang in Deutschland einzigartigen Gesetzesrahmen zur Förderung der Kultur mitgearbeitet. Genau an seinem letzten Arbeitstag im Ministerium wurde es im Düsseldorfer Landtag verabschiedet.

Neben den Grundzügen des Gesetzes zeigte Landmann dem Kulturausschuss auch die Bedeutung für die Kommunen auf. Denn die Förderung soll den Städten und Gemeinden zu Gute kommen. Es zeigt die Fördermöglichkeiten auf und auch, wie die entsprechenden Entscheidungen getroffen werden. Beteiligt sind daran die Kommunen, aber auch Institutionen selbst über ihre jeweiligen Verbände, die mit beraten. Das hieße, so Landmann in seinem Vortrag ganz plastisch, wenn ein Vorschlag für ein förderwürdiges Vorhaben aus Kempen kommt, dann wandert dieses über den Städte- und Gemeindebund oder über das Kultursekretariat Gütersloh, in dem Kempen Mitglied ist, in die Beratungen.

Gefördert werden sollen auch regionale oder wie bei der "Muziek Bienale" in Kempen Veranstaltungen, die die Grenzen einer Stadt überschreiten. Dies könne auch heißen, so Landmann, dass sich Städte und Gemeinden in einer Nachbarschaft bei bestimmten Planungen zusammen tun und Veranstaltungen gemeinsam organisieren oder Räume nutzen.

Ganz besonders wichtig ist das Gesetz für die langfristige Planung. Denn es legt die Förderangebote auf einen Zeitraum von fünf Jahren fest. Das heißt, wenn Kempen eine größeres Vorhaben hat, etwa die weitere Modernisierung der Stadtbibliothek oder eventuelle Änderungen beim Archiv, können nach Angaben von Landmann Fördermittel für einen längeren Zeitraum beantragt und auf Jahre verteilt geplant werden. Das gibt nicht nur Sicherheit für die Vorhaben, sondern erspart es auch, in jedem Jahr erneut auf langwierigen Amtswegen wiederum Fördermittel beantragen zu müssen.

Einzige Gegenleistung der Kommunen ist es, jährlich eine Statistik für einen "Landeskulturbericht" zu erstellen. Dieser soll sowohl die vom Land geförderten als auch von den Städten in Eigenverantwortung finanzierten Veranstaltungen enthalten.

Peter Landmann lobte in diesem Zusammenhang das Kempener Kulturamt sowie die Stadtbibliothek, die schon seit Jahren viele Möglichkeiten einer Förderung aus Landes-mitteln nutzten.

Quelle: RP
 
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