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Ausflugstipp
So schön ist es in unseren Gärten

Ausflugstipp: So schön ist es in unseren Gärten
Ein romantisches Idyll schuf Helga Götzenberger in Varbrook. Rund 130 Rosenstöcke hat sie gesetzt, darunter sind viele historische Rosen. Sie stehen jetzt fast alle in Blüte und verbreiten einen betörenden Duft. FOTO: Foto; KN
Kempen. Die Rosen stehen in voller Blüte, im Staudengarten summen die Bienen. Jetzt ist es im Garten besonders schön. Wie abwechslungsreich die grünen Anlagen sein können, zeigen Gartenbesitzer am Wochenende für die Aktion "Offene Gartenpforte".

Wer den Garten von Helga Götzenberger in Niederkrüchten besucht, riecht schon von weitem die Rosen. Die Luft duftet. Rund 130 Rosenstöcke hat sie im Laufe der Jahre gesetzt, darunter sind viele historische Rosen. Fast alle stehen jetzt in voller Blüte. Rosenfreunde finden in Götzenbergers Garten in Varbrook ein Paradies vor.

Viele Gartenbesitzer öffnen am Wochenende ihre Türen. Sie nehmen an der Aktion "Offene Gartenpforte" teil. Die Idee geht auf eine Initiative in England aus dem Jahr 1927 zurück. In Erinnerung an Königin Alexandra wurde damals der National Gardens Scheme Charitable Trust eingerichtet. Königin Alexandra war die Ehefrau von Edward VII. und Mutter George V., sie starb 1925. Die Eintrittsgelder kamen einem Hilfsfonds für Krankenpflege zugute. In Deutschland verfolgt die Aktion "Offene Gartenpforte" kein karitatives Ziel, der Eintritt ist frei.

Rund 140 Gärten im Rheinland sind für die Aktion geöffnet. Wer sich also in den vergangenen Jahren schon alle Gärten in der näheren Umgebung angesehen hat, fährt vielleicht ein bisschen weiter, um reizvolle Gärten zu entdecken. Und wer überlegt, beispielsweise einen Staudengarten anzulegen, einen Naturteich oder einen Schattengarten, sucht nach besonders schönen Beispielen. Denn bei der "Offenen Gartenpforte" geben Gartenbesitzer auch gern Tipps zur Anlage und Pflege. Nicht zuletzt können Gartenfreunde viele Ideen sammeln.

Alle teilnehmenden Gärten sind im Internet gelistet. Unter www.offene-gartenpforte.de finden Interessierte zahlreiche Gärten im nördlichen und südlichen Rheinland, jeweils mit Adresse, Öffnungszeiten und einer kurzen Beschreibung, was es im Garten zu sehen gibt und wie groß er ist. So kann man schon einschätzen, ob vielleicht ein Besuch dort lohnt, um die Ideen für den eigenen Garten aufzugreifen.

Die Gärten im Grenzland, die am Wochenende geöffnet sind, sind so unterschiedlich wie ihre Besitzer. Manche Gärten werden zur erweiterten Ausstellungsfläche, weil Künstler dort leben und Skulpturen ins Grün setzen. Andere Gärten sind naturnah gestaltet, allerlei Getier schätzt die wilde Wiese ebenso wie ein kleines Insektenhotel. Wieder andere Gartenbesitzer sind Sammler und präsentieren viele verschiedene Sorten einer Pflanze, an der sie besonders viel Freude haben. Der nächste lädt in den Bauerngarten ein, in dem Blumen und Nutzpflanzen vereint ein blühendes Reich bilden, kleine Buchshecken die Beete säumen und Kieswege zum Spaziergang einladen.

Auch sehr große Anlagen sind bei der "Offenen Gartenpforte" zu besichtigen. In Kaldenkirchen sind auf der Sequoiafarm, Buschstraße 98, mehr als 400 verschiedene Baum- und Gehölzarten auf 35 635 Quadratmetern zu sehen - darunter viele prächtige Mammutbäume. Geöffnet ist am Samstag, 13. Juni, und Sonntag, 14. Juni, jeweils von 10 bis 17 Uhr. Auch Führungen werden dort angeboten. biro

Quelle: RP
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