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Stadt Kempen
So wird der Martinszug zum Erlebnis

Stadt Kempen. Die Organisatoren von St.-Martins-Verein, Stadt, Polizei, Feuerwehr und Hilfsdiensten sind gut vorbereitet auf das Großereignis. Bei den beiden Zügen durch die Altstadt sind wieder einige Tausend Kinder mit ihren Fackeln dabei. Von Silvia Ruf-Stanley

Alle stehen schon in den Startlöchern: Der Kempener St.-Martin-Verein, die Schulen und die Familien sowie die zahlreichen Helfer, die am kommenden Mittwoch, 9. November, und am Donnerstag, 10. November, den Kempener Kindern ihr schönstes Fest im Jahr bereiten wollen. Denn dann zieht Sankt Martin Franz-Josef "Jüppi" Trienkens mit seinen Herolden Georg Funken und Michael Fander durch die Stadt - gefolgt von den Kindern mit ihren selbst gebastelten Fackeln.

Darunter sind in diesem Jahr auch 87 Kinder aus der französischen Partnerstadt Wambrechies mit 15 Begleitern. Darüber freut sich der Vorsitzende des Kempener St.-Martin-Vereins, Heiner Wirtz, besonders. Gerne erinnert er noch den Besuch vom St. Martin im vergangenen Jahr in der Notunterkunft für Flüchtlinge in der Sporthalle des Kempener Berufskollegs, als Bilder vom Kempener St. Martin per Handy um die halbe Welt gingen.

Der Schulkinderzug am kommenden Donnerstag, 10. November, stellt sich im Schulzentrum auf. Punkt 17.15 Uhr geht es ab Mülhauser Straße los. Das ist immer ein besonderes Ereignis, denn hier können die Klassen auch die Laternen der andern Schulen sehen, da am Kreisverkehr der Mülhauser Straße der Zug dreht und sich dann in Richtung Altstadt bewegt. Durch die Ellenstraße geht es zur Peterstraße und Umstraße. Von dort aus über die Judenstraße durch die stets prächtig geschmückte Alte Schulstraße und die Tiefstraße zur Kuhstraße.

Weiter geht es durch das Kuhtor auf den Burgring bis alle Kinder ihren Platz gefunden haben, um das Feuerwerk an der Burg sehen zu können. Hier bittet der St.-Martin-Verein, die Zugbegleiter darauf zu achten, dass die Schüler möglichst dicht aufrücken, damit alle einen guten Blick haben. Aus Sicherheitsgründen ist wie immer das unmittelbare Gelände rund um die Burg abgesperrt, das sollten sowohl Erwachsene als auch Kinder beachten. Währenddessen können sich St. Martin, seine Herolde und deren Begleiter eine Ruhepause auf dem ruhigen Platz hinter der Burg gönnen.

Nach dem Feuerwerk geht es weiter über die Burgstraße, die Engerstraße und den Studentenacker auf den Kirchplatz. Dann ziehen die Kinder durch das Rathaus, erhalten ihre Bloe-se, die Martinstüte, und dann geht es Richtung Buttermarkt, wo das Martinsfeuer brennt. Keinesfalls sollten Eltern hier bereits ihr Kinder aus dem Zug holen, sondern sie an den von den Schulen bereits im Vorfeld bekannt gegebenen Stellen in den umgebenden Gassen abholen. Auf eine Verkürzung des Zuges bei schlechtem Wetter verzichtet der Verein, dies ist bei der Menge der Zuschauer nicht mehr zu regeln. Sollte es kurzfristig eine Unwetterwarnung geben, so gilt die im vorigen Jahr eingeführte Regelung, mit der über Handy mit den Schulen und den Organisatoren die Durchführung des Zuges abgesprochen wird.

Der Kleinkinderzug stellt sich bereits am kommenden Mittwoch, 9. November, ab 17.30 Uhr auf dem Kirchplatz auf. Pünktlich mit dem Glockengeläut um 18 Uhr ziehen die Kinder los - zunächst die Gruppen der Kindertagesstätten, dann können sich die Kinder, die keinen Kindergarten besuchen, dem Zug anschließen. Diese Kinder sammeln sich ebenfalls ab 17.30 Uhr vor dem Pfarrheim "Burse" auf dem Kirchplatz. Dann geht es über die Peterstraße, die Umstraße Richtung Judenstraße und Schulstraße. Vor dort aus ziehen die Kinder über die Tiefstraße und Kuhstraße, um am Buttermarkt die Bettlerszene mit Stadtpressesprecher Christoph Dellmanns als Armen Mann zu erleben. Danach gibt es im Rathaus die Bloe-se. Der St.-Martin-Verein empfiehlt, den Kindern ein Leinenbeutel mitzugeben, in dem sie die Martinstüte sicher nach Hause tragen können. Der Zug löst sich dann auf dem Kirchplatz auf. Auch hierbei gilt die Bitte des Vereins: Eltern sollten, wenn sie selber ihre Kinder nicht abholen können, bitte den Erzieherinnen Bescheid geben, wer die Kinder in Empfang nimmt.

Weiterhin kann man auch nur den Appell des früheren Vorsitzenden des St.-Martin-Vereins, Alt-Bürgermeister Karl-Heinz Hermans, wiederholen, dass möglichst viele Geschäfte für die Dauer des Zuges die Ladenbeleuchtung ausschalten und statt dessen die Häuser mit Laternen beleuchtet werden.

Weitere Informationen zum Martinsfest und zu den beiden Zügen in der Kempener Altstadt erhält man im Internet unter www.sankt-martin-in-kempen.de. Ein Tipp: Hier stehen auch die Texte der Martinslieder, da kann man vorher in der Familie noch ein bisschen üben.

Quelle: RP
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