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Stadt Kempen
Sommerliche Serenade in der Kapelle St. Peter

Stadt Kempen. Das Verhältnis von Angebot und Nachfrage stimmte, was Platzangebot und Zuhörerzahl betrifft. Wären zum vierten und letzten sommerlichen Serenadenkonzert so viele Interessenten in die Kapelle St. Peter gekommen wie zuvor in die Propsteikirche, hätten die Plätze nicht für alle gereicht. Hätten umgekehrt noch mehr Kempener aus Furcht, nicht mehr hineingelassen zu werden, den Weg zum Konzert gar nicht erst angetreten, dann wären mehrere Plätze freigeblieben. Beides war nicht der Fall, die Plätze der Kapelle waren gut gefüllt, aber Platzangst musste auch keiner bekommen. Von Gert Holtmeyer

Die drei Kempener Anna Lindner (Violine), Stefan Lindner (Klavier) und Stephan Stein (Violoncello) musizierten in vier Kombinationen: Cello Solo, Klavier Solo, Klavier plus Cello und alle zusammen als Trio. Stilistisch war im Programm für Abwechslung gesorgt, die fünf Beiträge umfassten Barock, Klassik, Impressionismus und schließlich eine Uraufführung.

Johann Sebastian Bachs Präludium aus der ersten Cello-Suite bildete den Anfang; Dr. Stein gefiel mit einer flüssigen Wiedergabe. Engagiert folgte eine Wiedergabe von zwei Sätzen aus Beethovens drittem Klaviertrio in c-moll. Der französische Impressionismus war zweimal vertreten, mit Gabriel Faurés träumerischer Elegie für Cello und Klavier und einem typisch impressionistischen, fein ziselierten Präludium (Nr. 17) von Claude Debussy.

Die Uraufführung bildete den Abschluss des Konzerts. Sie stammte aus der Feder des Pianisten Stefan Lindner. Seine Komposition begann zart und zurückhaltend im Klavier. Aus den präludierenden Klängen schälte sich eine Melodie heraus, die nacheinander vom Cello und der Geige aufgegriffen und wurde - bis schließlich die thematischen Bausteine im Zusammenspiel in Beziehung gesetzt wurden.

Quelle: RP
 
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