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Kreis Viersen
SPD will mehr für Arbeitsmarkt über Grenze hinweg tun

Kreis Viersen. Die SPD am Niederrhein hatte ins Viersener Kreishaus eingeladen, um über die "Chancen des grenzüberschreitenden Arbeitsmarktes" zu diskutieren. In der Runde saßen der SPD-Bundestagsabgeordnete des Kreises Viersen Udo Schiefner, die Landtagsabgeordnete Britta Altenkamp, der Staatssekretär im NRW-Arbeitsministerium Wilhelm Schäffer sowie der Geschäftsführer der Krefelder Bundesagentur für Arbeit Dirk Strangfeld. 14.000 Pendler würden für ihren Job täglich die Grenze in Richtung Niederlanden überqueren, in der umgekehrten Richtung seien 9000 Menschen unterwegs. Und dennoch erschwerten bürokratische und gesetzliche Hürden die grenzüberschreitende Vermittlung von Arbeitnehmern. Die Gründe seien unter anderem Unterschiede im Sozial-, Steuer und Rentenrecht beider Länder sowie bei den Berufsabschlüssen. Die Nachfrage niederländischer Arbeitnehmer am deutschen Pflegearbeitsmarkt beispielsweise sei groß, jedoch stünden die Arbeitsbedingungen mit der vergleichsweise niedrigen Entlohnung dem eher im Wege, so Britta Altenkamp.

Eine wichtige Voraussetzung für die Stärkung des grenzüberschreitenden Arbeitsmarktes sei eine Intensivierung des öffentlichen Nahverkehrs in der Grenzregion. Udo Schiefner möchte sich als Mitglied des Verkehrsausschusses hierfür stark machen: "Gerade da müssen wir bei der kommunalen Planung des öffentlichen Nahverkehrs in den Grenzregionen ansetzen".

Dirk Strangfeld wies auf verschiedene Initiativen in der Region vonseiten der Bundesagentur gemeinsam mit UWV Werkbedrijf hin. Beispielsweise wurde für die Dauer von 18 Monaten ein Projekt zur Stärkung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und Arbeitsvermittlung kürzlich gestartet.

Quelle: RP
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