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Stadt Kempen
Spielplatz wird saniert: Kinder lieferten Ideen für Umgestaltung

Stadt Kempen. Der große Spielgelände an der Bendenstraße in St. Hubert wird modernisiert. Die Stadt hat hier im Vorfeld erstmals Kinder in die Planung einbezogen. Von Andreas Reiners

Für die Stadt Kempen war es ein Pilotprojekt. Es kann als Modell für andere Vorhaben dienen. Denn als im Herbst vorigen Jahres die Kindergartenkinder und die Kindergruppe der Katholischen Jugend in St. Hubert gebeten wurden, sich Gedanken zu machen, wie der in die Jahre gekommene Spielplatz an der Bendenstraße künftig aussehen könnte, sprudelten nur so die Ideen. Die Kinder waren sehr kreativ, lieferten Petra Schlaghecken vom Grünflächenamt der Stadt jede Menge selbst gemalter Bilder mit Vorschlägen für ihren neuen Lieblingsspielplatz. Einige der Kinder stellten sie bei einem Ortstermin auf dem Spielplatz vor, andere brachten sie ins Grünflächenamt in der Kempener Altstadt.

Bei so viel Engagement ist es kein Wunder, dass das Projekt bei den Kempener Politikern auf große Begeisterung und einmütige Zustimmung stößt. Sowohl im Jugendhilfeausschuss als auch im Planungsausschuss gab es positives Kopfnicken der Politiker. Die Modernisierung wurde einstimmig beschlossen. Damit kann das Grünflächenamt die Arbeiten nun ausschreiben. Wie der stellvertretende Leiter des Grünflächenamtes, Klaus Herrmann, jetzt im Planungsausschuss erläuterte, soll mit den Arbeiten im Spätsommer oder Herbst dieses Jahres begonnen werden.

Der Spielplatz, der in seiner Grundstruktur aus den 1970er-Jahren stammt, soll aus seinem Dornröschenschlaf erweckt werden. Die Sträucher und Hecken, die im Laufe der Jahre das Gelände zu einem in sich abgeschlossenen Raum haben werden lassen, werden größtenteils entfernt oder zumindest deutlich zurückgeschnitten. Zum Kendelpark soll das Gelände ebenso geöffnet werden wie zur angrenzenden Kindertagesstätte "Bärenstark". Die großen Bäume bleiben, fünf neue Bäume sollen gepflanzt werden. Der Sandboden bleibt weitgehend, wird um Rasenflächen ergänzt.

Ausgetauscht werden allerdings etliche Spielgeräte. Einige sind in die Jahre gekommen. Die Seilkletterpyramide indes bleibt. Das hatten sich die Kinder auch so gewünscht. Sie soll aber durch Balancierbalken oder Gurtsteg ergänzt werden. Neuer Anziehungspunkt soll eine Wassermatschanlage werden, wie sie bei Kindern seit einigen Jahren besonders beliebt sind. Neu wird auch ein Kletterturm mit Rutsche sein. Insgesamt soll es mehr Sitzgelegenheiten geben - darunter auch ein Picknicktisch mit Bänken für den Familienausflug.

Die Umstrukturierung hat allerdings ihren Preis. Sie ist mit etwa 85 000 Euro veranschlagt. Das Teuerste mit rund 60 000 Euro sind dabei die neuen Geräte.

Quelle: RP
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