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Gemeinde Grefrath
Sport: Das gute Angebot erhalten

Gemeinde Grefrath: Sport: Das gute Angebot erhalten
Der Grefrather Sportplatz aus der Vogelperspektive. Umstritten ist, ob es hier einen zweiten Kunstrasenplatz geben soll. FOTO: Stefan finger
Gemeinde Grefrath. Da sind sich alle Parteien einig: Der Sport muss gefördert werden. Die Vereine sollen sich künftig an den Kosten beteiligen. Uneinigkeit herrscht, wie genau das aussehen soll. Lob gibt es für das ehrenamtliche Engagement. Von Heiner Deckers

Die Gemeinde Grefrath lebt in den Augen der CDU vom Image eines außergewöhnlich großen Angebots an Vereinssport. Das wolle man, so die Christdemokraten, unter allen Umständen erhalten und weiter unterstützen. Angesichts der Haushaltslage müsse die Unterhaltung der Sportstätten in die Eigenverantwortung der Vereine übertragen werden. Ein Förderkonzept für den Sport soll sicherstellen, dass 4800 Sportler in 33 im Gemeindesportverband organisierten Vereinen ihren Sport wohnortnah in den kommunalen Sportstätten ausüben können. Ein Angebot für die ältere Bürgerschaft müsse in die künftigen Planungen einfließen. Die CDU bleibt bei ihrer Forderung nach einer Realisierung des zweiten Kunstrasenplatzes in Grefrath. Unterbau und Beleuchtung seien vorhanden. Die jährliche Kosteneinsparung durch Schließung des Vinkrather Sportplatzes liege bei 37 000 Euro, die Kosten von etwa 15 000 Euro für die Sanierung des Tennenplatzes entfielen.

Die SPD betont, die Unterstützung der Vereine sei in den letzten Jahren nach Gutsherrenart erfolgt. Mit der Einführung einer Hallennutzungsgebühr würde nicht nur die Ungleichbehandlung bleiben, es würden auch nur geringe Einsparungen mit hohem Verwaltungsaufwand erzielt. Mögliche Einsparungen müssten individuell auf die Leistungsfähigkeit der einzelnen Vereine zugeschnitten sein und dürften sie wirtschaftlich nicht gefährden. Im Sport gelte es, vor allem den Status quo zu wahren und die vorhandenen Sportstätten zu pflegen und zu erhalten. Ehrenamtliche Tätigkeiten seien anzuerkennen und zu fördern. Das gelte für den Jugendtrainer im Sport genauso wie für die Chorleiterin oder Aktive in Bürgerinitiativen oder bei der Betreuung von Behinderten. Der Verein "Älter werden" brauche dringend eine neue Bleibe: "Dafür setzen wir uns entschieden ein."

Die FDP spricht sich für einen neuen Kunstrasenplatz aus. Er sei kostengünstiger als der gepachtete Platz in Vinkrath. Der Platz rechne sich und solle gebaut werden. Die FDP strebt den Erhalt beider Bäder an. Die Einnahmeseite solle verbessert werden, ohne die Familie weiter zu belasten. Das Eissportzentrum, steht bei den Liberalen nicht zur Debatte. Es sei ein wesentlicher Bestandteil der Sport- und Freizeitgemeinde Grefrath. Die zunehmende Zahl von Veranstaltungen in der eisfreien Zeit sei zukunftsorientiert und einnahmeträchtig. Die Grefrather Vereine sollen, heißt es bei der FDP weiter, an den Energie- und Reinigungskosten in zumutbarem Maße beteiligt werden. Der Bürgermeister sei bereits Monaten in Gesprächen mit den Vereinen und habe für 2014 einen Betrag von 60 000 Euro zugesagt.

Grefrath ist nach Ansicht der Grünen im Bereich der Freizeitangebote durch Vereine überdurchschnittlich ausgestattet. "Diesen Umstand möchten wir erhalten", betont Ratskandidat Marcus Lamprecht. Daher müssten die beschränkten finanziellen Mittel in nachhaltige Projekte fließen. Die Veränderungen im Sport hinsichtlich der Art und Weise sportlicher Aktivitäten sowie die gesellschaftlichen Veränderungen in Grefrath machten es unbedingt notwendig, einen Sportentwicklungsplan aufzustellen. Auch nicht in Vereinen organisierte Randsportarten sollten einbezogen werden. Grundsätzlich plädieren die Grünen für eine Neuregelung der Vereinsförderung. Alle Energiekosten und Gebühren könnten auch langfristig nicht von der Gemeinde Grefrath übernommen werden. Es bedürfe eines genauen Kriterienkatalogs, der besonders soziale Aspekte einbezieht und diejenigen Vereine bezuschusst, die sozial benachteiligten Gruppen Teilhabemöglichkeiten an bieten.

Quelle: RP
 
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