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Lokalsport
18:40-Niederlage: Debakel für den TV Vorst

Handball-Oberliga. Der TV Vorst ist am vorläufigen Tiefpunkt der aktuellen Oberligasaison angekommen. Gegen den TuS Lintfort erlebte der Tabellenletzte am Samstagabend ein 18:40 (16:8) Heimdebakel und wartet auch nach acht Partien unverändert auf den ersten Sieg. Dass die Niederlage unterm Strich einige Treffer zu hoch ausfiel, dürfte kein wirklicher Trost für die Grün-Weißen sein.

Dank der kurzen Spielpause hatten die Vorster mehr Zeit als üblich, um die schmerzvolle Pleite in Lobberich zu verdauen und waren ursprünglich gewillt, sich gegen einen weiteren direkten Konkurrenten zu rehabilitieren. Aber wie es nun einmal ist im Tabellenkeller, gewann schnell die Verunsicherung die Oberhand. Nach ausgeglichener Anfangsphase (3:3) schaltete ein vergebener Siebenmeter zur möglichen Führung die mentale Blockade ein. Fortan wirkten die Hausherren in ihren Offensivbemühungen zwar bemüht, insgesamt jedoch wenig abschlussstark und durchsetzungsfähig. Viele leichtfertig vergebene Chancen mündeten in zahlreichen Tempogegenstößen der Gäste, die sich nicht bitten ließen und Mitte der ersten Hälfte davonzogen. "Wenn du dem gegnerischen Torhüter direkt in die Arme wirfst, kurbelt das natürlich das Umschaltspiel unfreiwillig an. Lintfort musste hier gar keinen Hurra-Handball bieten, sondern einfach nur unsere Fehler und erheblichen Lücken in der Abwehr ausnutzen. Mit einer konsequenteren Chancenverwertung wäre der Rückstand zur Halbzeit wesentlich erträglicher ausgefallen", sagte Trainer Ron Andrae.

Statt Aufholjagd stand somit nach dem Seitenwechsel lediglich Schadensbegrenzung auf dem Programm. Da die ersten Aktionen im zweiten Durchgang ebenfalls nur bedingt von Erfolg gekrönt waren, gelang dies allerdings nicht. Im Gegenteil, die Grün-Weißen ergaben sich zunehmend in ihr Schicksal und sehnten den Schlusspfiff herbei. "In unserer frustrierenden Situation ist ein solcher Verlauf nicht ungewöhnlich. Uns hat heute schlichtweg Qualität gefehlt. Irgendwann gibst du dann auf. Wir brauchen schleunigst ein Erfolgserlebnis", resümierte Andrae.

TV Vorst: Haas, Keusen, Knetsch - Bröxkes, Imoehl, Jurich, Mertens, Sufryd, Kreilein, T. Nilles, J. Nilles, M. Schuffelen, Dohmen

(MP)
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