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Lokalsport
26:24 - der TV Anrath beendet seine Negativserie

Handball-Landesliga. Erleichterung, Erlösung oder Frustabbau: Das 17. Saisonspiel des TV Anrath vermögen viele Wörter zu umschreiben. In der Leineweberhalle bezwang der TVA Germania Oppum hochverdient mit 26:24 (16:12) und kann nach zuvor vier deutlichen Pleiten in Serie erst einmal kurz durchatmen. In Bestbesetzung, auch Torjäger Niklas Berner feierte im Derby ein überraschend frühes Comeback, demonstrierten die Hausherren an enorme Willensstärke. Konsequent packten die Anrather in der eigenen Deckung zu und legten zudem in der Offensive über weite Strecken die zuletzt gezeigte Harmlosigkeit ad acta. Zu keinem Zeitpunkt war der konstante Vier-Tore-Vorsprung ernsthaft in Gefahr. Erst in den Schlussminuten gestattete der TVA den Gästen etwas Ergebniskosmetik. "Endlich sind wir wieder als Einheit aufgetreten. Mit allen Mann an Bord haben wir bewiesen, dass wir zu Recht in der Landesliga spielen", bilanzierte Pressewart Heinz Frings nach dem lang ersehnten Erfolg.

Anrath: Jendrsczok, Frings - Choukeir K.(8), Choukeir A., Walch (1), Janssen (5), Müller (3), Vieregge, Fliegen, Geihe, D. Frings (2), Berner (4), Hofer (1), Boehm (2)

Die Turnerschaft Grefrath bleibt zu Hause ein wahres Punktemonster. Gegen den Sportverein Straelen fuhr der Aufsteiger im achten Heimspiel den achten glatten Sieg ein. Allerdings fehlte beim 28:26 (13:13) diesmal die Dominanz und Leichtigkeit vorangegangener Partien. Ganz offensichtlich zählt der Tabellenzwölfte nicht zu den Lieblingsgegnern der Grefrather. Anders als im ersten Vergleich, fand die Turnerschaft nun jedoch Mittel und Wege, den Sportverein zu bezwingen. Hierfür mussten die Hausherren aber einiges aufbieten. Straelen präsentierte sich kämpferisch und läuferisch stark, in den entscheidenden Momenten setzte sich jedoch die Klasse der Turnerschaft durch. "Wir waren nicht in der gewohnten Heimform. Letztendlich fehlte den Gästen im Rückraum allerdings das Durchsetzungsvermögen. Womöglich war der Sieg umso wertvoller, da wir nun auch mal eine enge Begegnung gewonnen haben", sagte Trainer Markus Knauf.

Grefrath: Jeschke, B. Leuf - G. Heesen (2), R. Heesen (9), Terkatz (2), Anstoetz (2), C. Ehren (1), Trienekens (8), Klassen (1), M. Leuf, Rübhan (1), Thoenes, F. Ehren (1), v.d. Boom (1)

Die Turnerschaft St. Tönis wartet unverändert auf einen Sieg gegen die Top-Teams der Landesliga. Am 17. Spieltag verlor der Tabellensechste bei der SG Dülken knapp mit 24:27 (11:10), zeigte sich gegenüber der Vorwoche jedoch deutlich verbessert. Gut eingestellt startete die Turnerschaft in die Begegnung und dominierte die Anfangsphase fast nach Belieben. Besonders in der Deckung agierten die St. Töniser mit der nötigen Aggressivität und ließen bis zur Schlussphase der ersten Hälfte kaum etwas zu. Dann kamen die Hausherren besser in die Partie. Nach dem Seitenwechsel mangelte es der Turnerschaft sichtlich an Effizienz im Abschluss. Viele technische Fehler und überhastete Abschlüsse bestimmten fortan das Bild. Im Gegensatz dazu spielten die Gastgeber abgeklärt ihre Angriffe zu Ende und fuhren verdient die zwei Zähler ein.

St. Tönis: Göller, Werner - Jennes, Sobiech, Topp, Löcher, Grützner, Dorenbeck, Nelsen, Schrade, Bothe, Meyers

(MP)
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