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3:3 - Fischeln zeigt eine tolle Moral

Lokalsport: 3:3 - Fischeln zeigt eine tolle Moral
Fischelns Alexander Lipinski kam in der ersten Halbzeit nicht so sehr zur Geltung, da der VfR sehr rechtslastig agierte. In dieser Szene hindert Ribene Ngwanguata den Youngster an der Ballannahme. FOTO: Max Mocnik
Oberliga. Fußball: Der VfR lag gegen SW Essen bereits mit 1:3 zurück und erkämpfte sich noch einen Punkt. Von Uwe Worringer

Was für eine Aufholjagd: Der VfR Fischeln lag gegen ETB SW Essen nach nicht einmal einer gespielten Stunde mit 1:3 zurück, und die Sache schien zu Gunsten der Gäste gelaufen. Aber die Grün-Weißen kämpften sich wieder in die Partie und behielten am Ende durch das 3:3 (1:2) einen verdienten Punkt an der Kölner Straße. Die Punkteteilung war auch mit Blick auf die Tabellensituation äußerst wertvoll, denn im unteren Tabellendrittel ist der Kampf um den Klassenverbleib voll entbrannt. Vor dem Auswärtsspiel bei VfB Hilden am kommenden Mittwoch beträgt der Vorsprung des VfR auf den ersten Abstiegsplatz sechs Punkte.

Der VfR tat in der Anfangsphase mehr für das Spiel, während die Gäste vornehmlich versuchten, ihre beiden Spitzen aus dem Mittelfeld zu füttern. Für beide Mannschaften gab es aber zunächst kein Durchkommen. Ein Kopfball von Stefan Linser nach einem Freistoß von Kevin Breuer war alles, was der VfR Richtung Essener Tor brachte (22.), und nahezu im Gegenzug sah sich Simon Kuschel zwei Gegenspielern gegenüber, so dass Frederick Gripper zum Abschluss kam. Die Gäste profitierten schließlich von einem Missverständnis des VfR, der Chamdin Said eine Lücke bot. Der Torjäger ließ sich nicht lange bitten und bot Simon Gerdts keine Abwehrchance (28.). Fischelns Antwort ließ nicht lange auf sich warten, denn Linser köpfte eine Breuer-Ecke drei Minuten später zum 1:1 ein (31.). Doch die Gäste, die in der Schlussphase mehr vom Spiel hatten, lagen zur Pause erneut vorne. Nach einem Freistoß klärte Gerdts einen Kopfball, aber den Abpraller brachte Kevin Müller zum 1:2 unter (38.). Eine Szene, die die Fischelner Gemüter erregte, weil sie vergeblich auf eine Abseits-Entscheidung warteten.

Die Schwarz-Weißen begannen nach der Halbzeit kompromiss- und schnörkelloser und bauten die Führung auf 1:3 aus (53.). Wieder konnte Gerdts nur abwehren, und im zweiten Versuch landete Saids Kopfball hinter der Linie. Die Cherfi-Auswahl schien am Boden, rappelte sich aber wieder auf, und nach und nach setzte sich ihre bessere spielerische Qualtität durch. Wegbereitend war sicher der schnelle Anschlusstreffer durch Breuer, den die groß gewachsene Essener Hintermannschaft völlig unbehelligt ließ, so dass der Kapitän eine Flanke von Christopher Feyen per Kopf vollendte (60.). Christos Pappas scheiterte kurz darauf noch an SW-Keeper Dario Roberto (62.), aber nach einer Ecke war Philip Reichardt im Fünfer zur Stelle und erzielte das 3:3 (68.). Beide Mannschaften gaben sich mit dem Unentschieden nicht zufrieden, so dass es bis zum Schluss mit Vorteilen für den VfR spannend blieb.

Trainer Josef Cherfi haderte am Ende etwas mit der Punkteteilung: "Aber wenn man 1:3 hinten liegt, muss man am Ende auch mit einem Unentschieden zufrieden sein."

Quelle: RP
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