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Lokalsport
Aegir Kempen beklagt fehlende Lobby für Kinder im aqua sol

Aus. den vereinen. Die Sportvereine in der Thomasstadt Kempen sind mit Blick auf die Nutzung der Sportstätten, auf Gebühren und finanzielle Beteiligungen nicht zu beneiden. Das ist in anderen Städten und Gemeinden des Kreises besser für die Vereine geregelt, die heutzutage ohnehin "kämpfen müssen um zu überleben." Bei der Jahreshauptversammlung des SV Aegir wurde die Thematik "Nutzung des aqua sol" und Gebühren breiter diskutiert. Davon wäre auch die DLRG Kempen betroffen. So konnte der SV Aegir, nach Aussage des ersten Vorsitzenden Andreas Pasch, wie auch von Übungsleitern "bisher vor der Nutzung des Bades durch die Öffentlichkeit" dieses für ihre Zwecke nutzen. Das geht jetzt nicht mehr. Das Becken mit der Rutsche konnte für das Kleinkinderschwimmen und die Schwimmkurse genutzt werden. Auch hier gibt es eine Änderung. Im Solebecken sollen jetzt die Kurse stattfinden. Nunmehr soll der Schwimmverein Aegir auch noch einen "gut vierstelligen Betrag" für die Nutzung des aqua sol zahlen. Die Gespräche mit den Stadtwerken, als Betreiber des aqua sol laufen. Wie das Ergebnis aussehen wird ist unklar. Die wiedergewählte Geschäftsführerin Karin Helbig stellte fest: "Die Kinder haben im aqua sol keine Lobby." Sie verwies ferner darauf, dass der SV Aegir seit 47 Jahren in der Thomasstadt Schwimmkurse anbietet und durchführt. Die Mitglieder meinten mehrfach: "Das sind die Besucher des aqua sol von morgen." Fakt ist ebenso, so der Vorstand des SV Aegir", dass 50 Prozent der Kinder in der fünften Klasse noch nicht schwimmen können." Sollte der SV Aegir tatsächlich Gebühren an die Stadtwerke zahlen müssen, dann müsste die Kursgebühr, die jetzt nach Ansicht des SV Aegir "sehr familienfreundlich ist", praktisch verdoppelt werden von 40 auf 80 Euro. Ein Mitglied stellte die Frage in den Raum: "Wo bleibt die Familienfreundlichkeit in Kempen ?" Von den Stadtwerken hieß es, so Andreas Pasch: "Ältere Besucher, die Eintritt bezahlt haben hätten sich beschwert. "Das sind morgen nur ganz wenige, die dort schwimmen", meinten die Verantwortlichen des SV Aegir. Weiter hieß es von den Mitgliedern: "Für ein paar ältere Menschen werden rund 300 Vereinsmitglieder bestraft." Schon jetzt musste der SV Aegir die Beiträge erhöhen um "über die Runden zu kommen " und keine roten Zahlen" schreiben zu müssen. Der neue Beitrag ab 1.Januar 2016 sieht wie folgt aus und wurde einstimmig beschlossen: Kinder und Jugendliche bisher 3,50 ( neuer Beitrag fünf Euro). Erwachsene bisher 5,50 , neu 7,50 Euro. Familien bisher 7,50, neu zehn Euro. Alles Monatsbeträge. Zustimmung fand ferner die neue Satzung des Vereins, der jetzt auch die Eintragung ins Vereinsregister beantragt hat. Aus den Berichten der verschiedenen Schwimmwarte und des Pressewartes ging hervor, dass der Verein ein reges Vereinsleben betreibt und zahlreiche Wettkämpfe im vergangenen Jahr bestritten hat, neben dem eigenen Burgsprint. Mehr als 150 Gold-, Silber-und Bronzemedaillen kamen zusammen, so Pressewart Florian Rosenwick. Karin Helbig berichtete, dass man im vergangenen Jahr von der Stadt Kempen keinen Zuschuss erhalten habe. Von Manfred Baum

Rund 300 Mitglieder hat der Verein, der im kommenden Jahr 95 Jahre alt wird. Hans Jansen fungierte als Versammlungsleiter. Der geschäftsführende Vorstand sieht nach den Neuwahlen wie folgt aus: 1. Vorsitzender Andreas Pasch, 2. Vorsitzender Sven Rungelrath (er ist Schwimmmeister im aqua sol). Erste und zweite Geschäftsführerin: Karin Helbig und Ellen von Zons.

Quelle: RP
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