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Lokalsport
Auf Schlittenfahrt

Lokalsport: Auf Schlittenfahrt
FOTO: Janusch
Kempen. Iris Mauderer organisiert eines der schnellsten Schlittenhund-Rennen der Welt. Bis Sonntag treffen sich Europas Topathleten in Mauterndorf und Millegrobe. Die Krefelderin liegt nach drei Etappen auf Platz vier. Von Daniela Janusch und Oliver Schaulandt

Die erste Etappe ist geschafft: Die ersten drei Rennen des Alpirace in Mauterndorf im Salzburger Land sind ausgetragen worden. Organisiert wird dieses Schlittenhund-Rennen, das als eines der schnellsten der Welt gilt, erstmals von einer Krefelderin: von Iris Mauderer. Sie fährt auch selbst aktiv mit, und in ihrer Sportart zählt sie zu den erfolgsten Athleten Deutschlands. Ein Dutzend Titel als Deutsche Meisterin sowie zweite Plätze bei Europa- und Weltmeisterschaften stehen in ihrer Vita.

Rund 50 Teams aus zehn Nationen sind zur Trophy angereist. "Das Starterfeld ist absolut top. Alles hat optimal geklappt: Wir hatten bestes Wetter, der Trail war super schnell, die Stimmung unter den Sportlern fantastisch", sagt Iris Mauderer. In Österreich waren Streckenlängen von 12 bis 18 Kilometern zu bewältigen. Gestartet wird beim Alpirace in den Klassen Skijöring, Limited (sechs Hunde) und Unlimited (mehr als acht Hunde). Planung, Organisation, Vorbereitung des Alpiraces laufen bereits seit dem vergangenen Sommer. "Ein Event dieser Größenordnung in sechs Monaten zu stemmen, war eine echte Herausforderung", erzählt Mauderer. Genehmigungen mussten erwirkt, die passenden Rennorte sowie Partner gefunden werden. Und zwischendurch musste Iris Mauderer ihr eigenes Gespann trainieren - sie geht mit sechs Huskys an den Start, liegt nach der ersten Etappe auf Platz vier. "Meine Hunde haben noch sehr viel Potenzial nach oben - ich denke schon, dass ich Chancen auf einen der ersten Plätze habe." Das wird sich in Italien zeigen: Bis Samstag treffen die Musher (so nennt man die Schlittenhundfahrer) in Millegrobbe in drei weiteren Rennen aufeinander. Dort sind Strecken von bis zu 24 Kilometern zu fahren - mit Höhenunterschieden von 880 Metern. Eine Herausforderung für jeden Starter. "Bei solchen Steigungen kommt es auf eine perfekte Teamarbeit an - der Sportler muss seine Hunde optimal unterstützen, an den Bergen mitlaufen und motivieren", sagt Mauderer.

Das Alpirace selbst genießt in der Szene einen besonderen Stellenwert. "Die letzte Trophy gab es vor zehn Jahren gab. Viele haben davon gehört - und bekommen jetzt die Chance, selbst dabei zu sein." Aber Iris Mauderer will nicht nur eine Neuauflage des sagenumwobenen Events schaffen, sondern ein zeitgemäßes Revival auf die Beine stellen. "Neu ist beispielsweise der Titel des Markenweltmeisters. Analog zur Formel 1 im Autosport zeichnen wir den Tiernahrungshersteller aus, der das beste Trockenfutter produziert." Hintergrund: Schlittenhunde sind Spitzensportler, die eine erstklassige Ernährung brauchen, damit sie ihre Leistung abrufen können. "Entsprechend hoch sind die Anforderungen an das Futter - und repräsentativ die Bewerber um diesen besonderen Titel."

Am Ziel: Iris Mauderer liegt nach vier Etappen auf Platz vier. FOTO: Janusch

Jetzt freut sich Iris Mauderer erst einmal auf drei weitere spannende Tage - am Samstag steht dann fest, welche der hochkarätigen Teilnehmer die Sprint Trophy mit einem weiteren Titel abschließen.

Quelle: RP
 
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