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Lokalsport
Ausfälle nicht zu kompensieren

Lokalsport: Ausfälle nicht zu kompensieren
Fischelns Schlussmann Halil Özcelik musste beim SC Düsseldorf-West gestern zweimal hinter sich greifen. FOTO: siwe
Oberliga. Fußball: Stark ersatzgeschwächt unterliegt der VfR Fischeln 1:2 beim SC Düsseldorf-West. Von Uwe Worringer

Eigentlich wollte der VfR Fischeln etwas Zählbares vom SC Düsseldorf-West mitnehmen. Doch die aktuellen personellen Probleme konnten die Krefelder letztlich nicht kompensieren. Der VfR unterlag beim Aufsteiger mit 1:2 (0:1). In der Tabelle fiel die Auswahl von Josef Cherfi zwar nur um einen Platz auf Rang neun, doch das Polster auf die Abstiegszone schrumpfte nicht zuletzt durch die gestrige Niederlage auf fünf Punkte. Eine Situation, die Fischelns Trainer angesichts der vielen Ausfälle mit Skepsis betrachtet: "Da ist alles ganz eng beisammen. Und bei uns fehlt es momentan an allen Ecken und Kanten, weil wir personell auf dem Zahnfleisch gehen. Vor allem, wenn die Kreativ-Spieler nicht zur Verfügung stehen haben wir ein Problem. Und einige Spieler sind eben noch nicht so weit und das ist dann zu wenig, um im oberen Oberliga-Bereich mitspielen zu können."

Dass er "ohne Sechs" antreten würde war vorher schon klar. Zu allem Überfluss meldete sich auch Emre Özkaya kurzfristig mit Fieber ab. Für den dribbelstarken Mittelfeldspieler rückte Semih Ergin in die Startelf, die versuchte, aus einer sicheren Abwehr Nadelstiche zu setzen. Optisch sah das von Beginn an recht ordentlich aus, auch wenn sich immer wieder Fehler im Spielaufbau einschlichen und die Gastgeber zu Kontern einluden. Einer dieser Fehler führte schließlich auch zur SC-Führung durch Dennis Ordelheide (29.), die das Konzept der Gäste über den Haufen warf. Zehn Minuten später ereignete sich aus Fischelner Sicht eine weitere Schlüsselszene, als David Machnik mit Oberschenkelproblemen den Platz verlassen musste (39.). Damit fehlten dem VfR-Spiel spürbar die notwendigen Ideen, um die Hausherren nachhaltig in Bedrängnis bringen zu können.

Cherfi griff mit Beginn der zweiten Halbzeit zu einem ungewöhnlichen Mittel, stellte auf ein 4-3-3-System um und beorderte Damian Raczka ins Sturmzentrum. Von außen sollten Alexander Lipinski und Kei Hirose für Impulse sorgen. Aber spätestens nach dem frühen 2:0 durch Abdelkarim Afkir schien die Niederlage besiegelt (52.). Trotz allem begab sich der VfR nicht in sein Schicksal, und Raczka sorgte per Kopf für den Anschlusstreffer (79.). Bis in die Schlussphase versuchte der VfR mit den zur Verfügung stehenden Mittel alles, auch noch den Ausgleich zu erzielen, blieb aber erfolglos. Cherfi hofft nun, dass sich so bald wie möglich die ersten Verletzten zurück melden: "Ich hoffe, dass Kevin Enke, Sven Kegel und Klaas Kurzke in dieser Woche das Training wieder aufnehmen können."

Quelle: RP
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