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Lokalsport
Bayer-Frauen holen fünften Titel in Folge

Bundesliga. Wasserball: Das zweite Finalspiel gegen SC Chemnitz gewannen die Uerdingerinnen mit 19:3. Die Bundesligaherren der SV Krefeld feiern in der Platzierungsrunde einen versöhnlichen Abschluss. Von Frank Langen

Der Versuch des SC Chemnitz, den Wasserballfrauen des SV Bayer Uerdingen ihren Titel als Deutscher Meister zu entreißen, ist kläglich gescheitert. Nach dem 14:9-Erfolg vor einer Woche in Chemnitz setzten die Seidenstadtgirls am Samstag im heimischen Aquadome am Waldsee gegen die Gäste aus Sachsen mit 19:3 mehr als deutlich durch und bewiesen damit wieder einmal eindrucksvoll, dass sie zurzeit eine Klasse für sich auf nationaler Ebene sind.

Schon im ersten Viertel wurde deutlich, dass es für Chemnitz nicht viel zu holen gibt. Uerdingen agierte in der Anfangsphase zwar etwas nervös und traf zuweilen im Angriff falsche Entscheidungen, dennoch reichte es aus, um mit 4:0 die Chemnitzer nicht ins Spiel kommen zu lassen. "Wir wussten von vorne herein, dass wir in Uerdingen chancenlos sind", gab Chemnitz-Trainer Sven Schulz nach dem Spiel offen zu. Wie recht er mit der Aussage hatte, zeigte sich dann auch in den folgenden Vierteln. Bayer legte die Nervosität ab und dreht immer mehr auf. Den Zuschauern, unter ihnen auch Pinguin-Kapitän Herberts Vasiljevs, bot sich eine Einbahnstraßenpartie, die sich fast nur vor dem Chemnitzer Tor abspielte.

In der zweiten Halbzeit wechselten die Trainer auf beiden Seiten kräftig ihre Reihen aus, um allen Spielerinnen zum Saisonende noch einmal genügend Einsatzzeiten zu geben. Am Spielverlauf änderte dies aber nichts mehr, so dass die Uerdingerinnen zum insgesamt sechsten Mal nach 1994 und 2012 bis 2015 nach der Schlusssirene die Sektkorken kräftig knallen lassen durften. "Wir alle freuen uns natürlich riesig über den erneuten Titel und können damit nach dem Pokalgewinn vor einigen Wochen erneut das Double feiern, ich bin unglaublich stolz auf meine Mannschaft", sagte Bayer-Trainerin Pia Schledorn nach der Siegerehrung.

Für die Wasserballer der SV Krefeld 72 ist die Saison 2015/16 endlich beendet. Beim Platzierungsturnier in Duisburg landete das Team von Trainer Thomas Hubert in der Endabrechnung der Bundesliga Hauptgruppen A und B auf den elften Tabellenplatz. Wäre es nach den eigenen Zielen gegangen, so hätte es nach dem Abstieg in die Gruppe B durchaus noch zwei Plätze höher sein können. Da stand allerdings am Samstag der Duisburger SV im Weg, der das Duell mit 12:9 gegen die SVK gewann. Gegen die Gastgeber hielt Krefeld nur bis zum zwischenzeitlichen 2:2 mit. Danach fehlte im weiteren Spielverlauf irgendwie die Motivation, aber auch das notwendig Glück. Weitere Konzentrationsschwächen auf Krefelder Seite gaben dann den Ausschlag zugunsten eines Duisburger Erfolges. Im Spiel um Platz elf am Sonntag wollten sich die SVK-Spieler gegen den SC Wedding dann doch mit einem Sieg aus der Saison verabschieden. Dies gelang mit einem 13:8 dann auch bestens. Diesmal stimmte die Zuordnung in der Abwehr bei Angriffen des Gegners, aber auch die individuelle Klasse einzelner SVK-Akteure sorgte für eine souveräne Führung, die bis zum Ende nicht mehr abgegeben wurde. "Auch wenn sich das Saisonende vor drei Wochen schon deutlich im spielerischen Teil widergespiegelt hat, so haben wir mit dem Sieg heute doch noch einen versöhnlichen Abschluss erreicht", sagte SVK-Torhüter Leo Vogel in seinem Fazit zu einer Saison, die bei dem Tea von der Palmstraße durchaus in der Vorrunde der Hauptgruppe A so einige Höhepunkte hatte, die aber den direkten Abstieg in die Gruppe B nicht verhinderten. Für die SVK gilt es nun, nach der Sommerpause in der B-Gruppe erneut wieder nach oben anzugreifen.

Quelle: RP
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