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Wasserball
Bayer und SVK punkten im Tabellenkeller

Wasserball: Bayer und SVK punkten im Tabellenkeller
In der Partie gegen den Meisterschaftsmitfavoriten Hannover stand sie Verteidigung der Krefelder um den jungen Torhüter Sebastian Vollmer in den ersten beiden Vierteln sehr kompakt. FOTO: Thomas Lammertz
Bundesliga. Wasserball: Nach der erwarteten Niederlage gegen Meisterschaftsanwärter WaSpo Hannover feierte die SV Krefeld gegen Esslingen den ersten Saisonsieg. Der SV Bayer besiegte knapp seinen Tabellenbachbarn SSV Plauen. Von Oliver Schauandt

Sozusagen im Gleichschritt haben die der SV Bayer Uerdingen und die SV Krefeld 72 in der Wasserball-Bundesliga gepunktet. Die Uerdinger bezwangen ihrn Tabellennachbarn SSV Plauen in deren Becken knapp mit 10:9. Großen Jubel gab es gestern bei den SV Krefeld: Im Badezentrum Bockum feierte die SVK ihren ersten Saisonerfolg. Gegen den SSV Esslingen gab es einen 16:13-Erfolg. Am Samstag hingegen kassierte der Aufsteiger an gleicher Stätte die erwartete Niederlage gegen den Meisterschaftsmitfavoriten WaSpo Hannover - 6:16 lautete das Endergebnis. Auf die Tabellenplatzierungen haben die Ergebnisse der Krefelder Teams keinen Einfluss: Bayer bleibt auf dem sechsten, die SVK auf dem siebten Rang der Hauptgruppe A der Deutschen Wasserball-Liga (DWL).

In Plauen bot sich den Krefeldern der erwartete Hexenkessel. Die 800 Zuschauer sorgten für eine tolle Atmosphäre, von der sich die Werkssieben aber nicht beeindrucken ließ, sondern einen tollen Kampf ablieferte - und am Ende der ungemein spannenden Partie mit 10:9 (2:2, 2:2, 3:2, 3:3) die Nase knapp vorn hatte. Bereits am Freitag angereist, wollte Bayer entsprechend ausgeruht in die Partie gehen. Doch die Ruhe schien den Gästen nicht zu bekommen: Stattdessen ging der Neuling rasch mit 2:0 in Führung, die Bayer aber ausglich und fortan besser in der Partie war. In der Halbzeitpause hatte Bayer-Coach Kai Küpper die richtigen Worte für sein Team. Durch einen Treffer vom vierfachen Torschützen Tim Wollthan gingen die Uerdinger erstmals in Führung. Nach Plauens Ausgleich zum 5:5 zog Bayer mit zwei Toren davon, verspielte diesen Vorsprung aber wieder, so dass es 9:9 stand, ehe Ben Boffen den Schlusspunkt setzte - daran änderte auch Bayers Unterzahlsituation in der Schlussphase der Partie nichts mehr, weil die Uerdinger sich als nervenstark erwiesen und sich auf vom Publikum nicht ablenken ließen. Die Torschützen für den SV Bayer waren Tim Wollthan (4), Ben Reibel (3), Bartek Luczak, Ben Boffen und Lazar Kilibarda (je 1).

Für die SVK begann das Wochenende hingegen mit einer einkalkulierten Niederlage. Schon im Vorfeld der Partie hatten sich die Krefelder gesagt, dass sie das Spiel gegen Hannover als bessere Trainingsgelegenheit ansehen würden, um sich auf das wichtige Spiel gegen Esslingen vorzubereiten. Gegen die mit zahlreichen deutschen und ausländischen Nationalspielern gespickten Hannoveraner wollte Krefeld die Partie so lange es geht offen gestalten und sich so gut es geht verkaufen. Dies gelang der Mannschaft um Thomas Huber speziell in den ersten beiden Vierteln sehr gut. Die Verteidigung der Krefelder um den jungen Torhüter Sebastian Vollmer stand sehr kompakt, erst im dritten Viertel zog der Favorit allmählich davon. Gestern dann verlief die Partie über weite Strecken ausgeglichen. Erst im letzten Viertel schafften die SVK es endlich, sich entscheidend abzusetzen und die Punkte in der Seidenstadt zu behalten. Dusan Dragic war begeistert von der geschlossenen Mannschaftsleistung: "Das war eine harte Partie. Beide Mannschaften haben heute viele Tore zugelassen. Nach dem zweiten Viertel wurde unsere Verteidigung immer stärker. Wir haben alle an einem Strang gezogen und wurden für unsere kämpferische Leistung belohnt. Ich hoffe dass wir diese Leistung mit in die nächsten Spiele nehmen."

Tore gegen Hannover: Yannik Zilken (3), Fabian Packenius, Jan-Willem Slaghuis und Tobias Kreuzmann (je 1) - und gegen Esslingen: Dusan Dragic und Fabian Packenius (je 3), Jan-Willem Slaghuis, Lukas Stöffges und Istvan Kerezstes (je 2), Philip Stachelhaus, Robert Glüder, Tobias Kreuzmann und Marcel Schnabl (je 1)

Quelle: RP
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