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Besonderes Spiel gegen Korschenbroich

Lokalsport: Besonderes Spiel gegen Korschenbroich
Seitenwechsler: Max Zimmermann (vorne) spielte in der vergangenen Saison noch für den TV Korschenbroich, den morgigen Gegner der HSG Krefeld. Seit dieser Spielzeit ist er bei den Eagles aktiv. FOTO: Thomas Lammertz
Dritte Liga. Handball: Für die HSG Krefeld steht am Samstag (19 Uhr Glockenspitz) das Derby gegen den TV Korschenbroich auf dem Programm. Für die Eagles ist es auch deshalb ein besonderes Spiel, weil viele Ex-Korschenbroicher im Team stehen. Von Sven Schalljo

Noch vor der laufenden Saison wechselten gleich drei Spieler des TV Korschenbroich ein paar Kilometer nach Norden in die Seidenstadt. Darunter der Liga-Torschützenkönig der Vorsaison, Max Zimmermann, sowie Henrik Schiffmann und der leider nun schwer verletzte Michel Mantsch. Doch auch Philipp Liesebach, Kapitän Marcel Goerden und Goalie Philipp Ruch haben eine Vergangenheit beim TVK.

Entsprechend motiviert sehen die Schwarz-Gelben dem Spiel entgegen. Zimmermann sagt in einem kurzen Video auf der Facebookseite der Eagles: "Ich habe dort vier besondere Jahre gehabt. Ronny Rogawska ist ein toller Trainer, dem ich viel verdanke. Außerdem ist es meine Heimat, da ist es natürlich ein ganz besonderes Spiel."

Dem pflichtet auch Schiffmann bei: "Es ist immer etwas Besonderes, gegen den ehemaligen Verein zu spielen. Ich hatte beim TVK drei sehr schöne Jahre und kenne dort natürlich Jeden. Natürlich will ich unbedingt gewinnen und zeigen, dass der Wechsel der richtige Schritt war."

Sportlich wird es eine durchaus unbequeme Aufgabe für die Seidenstädter, denn der Gast kommt mit einer sehr jungen, begeisterungsfähigen Mannschaft. Diese bringt zwar vergleichsweise wenig Drittliga-Erfahrung mit, kommt aber stark über den Kampf und agiert taktisch sehr variabel. So wählt der TVK gern den Angriff mit sieben Feldspielern, wofür sie den Torwart vom Feld nehmen.

Entsprechend wichtig wird es für die HSG sein, aggressiv und konsequent in der Deckung zu spielen und Ballgewinne zu generieren, die sie dann in einfache Tore umwandeln können. Auch für die Torhüter könnte es darauf ankommen, die Übersicht zu haben, nach Paraden schnell umzuschalten, oder gar selbst den direkten Abschluss auf das verwaiste Gehäuse des Gegners zu suchen. Die Eagles haben unter der Woche auch nochmals das Spiel in Überzahl besonders trainiert. In den vergangenen Wochen hatten sie hier oft sogar eine negative Torbilanz aufgewiesen, was in der Zukunft natürlich anders werden soll. Auch im Spitzenspiel in Ferndorf am vergangenen Samstag zeigte sich dieses Problem in der Schlussphase. Hier muss das Team noch konzentrierter und konsequenter zu Werke gehen, schnell kombinieren und den Gegner ausspielen.

Hart trifft die HSG der Ausfall von Mike Schneider, der sich in Ferndorf einen Bruch der Elle zuzog. "Damit fehlt uns nun ein weiterer Linkshänder, was für die Rechtsaußen-Position natürlich schwierig ist. Wir haben in Henrik Schiffmann und Philipp Liesebach jetzt nur noch zwei Linkshänder im Team", sagt Trainer Olaf Mast.

Ansonsten kann er auf den selben Kader zurückgreifen, der bereits in Ferndorf eine überragende Leistung geboten und den großen Favoriten an den Rand der Niederlage gebracht hatte. Speziell in der Deckung sprach der Coach von einem annähernd perfekten Spiel. Diese Arbeit vor dem eigenen Tor soll nun auch weiterhin die Basis für erfolgreiche Auftritte bilden. Und vielleicht kann ja auch Philipp Ruch sich gegen sein Ex-Team in die Torschützenliste eintragen.

Quelle: RP
 
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