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Lokalsport
Black Friday: Pinguine verschenken Sieg

Del. Eishockey: Die Krefelder kassierten gestern Abend im König-Palast gegen DEL-Neuling Bremerhaven ihre zehnte Niederlage in Folge auf eigenem Eis. Vor 4714 Zuschauern rannten die Schwarz-Gelben nach dem Rückstand kopflos an. Von H.-G. Schoofs

Black Friday im König-Palast: Selbst gegen den DEL-Neuling Fischtown Pinguins fanden die Pinguine kein Mittel gegen ihre chronische Heimschwäche und verschenkten wieder unnötig drei Punkte. Gegen die Mauertaktik der Gäste von der Nordsee taten sich die Krefelder überaus schwer. Besonders nach dem 1:3-Rückstand lief nicht mehr viel zusammen. Da spielten den Hausherren wieder die Nerven einen Streich. Mit der Brechstange drängten sie auf den Anschlusstreffer. Die Umstellungen von Trainer Franz Fritzmeier innerhalb seiner Reihen brachten nicht die erhoffte Wirkung. Selbst in Überzahl konnten sich die Schwarz-Gelben keine klaren Chancen herausspielen. Überragender Akteur auf dem Eis war Gäste-Torwart Jerry Kuhn. Nach der nun schon zehnten Heimpleite in Folge bietet sich den Pinguinen schon morgen am frühen Mittag (14 Uhr) im König-Palast gegen Schwenningen die Gelegenheit, ihre Fans endlich den ersehnten Heimsieg zu liefern.

Am Freitagmorgen hatte Neuzugang Mikko Vainonen zum ersten Mal das Krefelder Eis betreten und deutete dabei an, dass er sich durchaus als Verstärkung entpuppen könnte. Da auch Dragan Umicevic beim Pre-Game-Skating dabei war, musste ein Kontingentspieler auf die Tribüne. Mike Little machte seinem Trainer die Entscheidung leicht. Denn der Amerikaner musste sich nach dem Training übergeben und fuhr mit Verdacht auf Magen-Darm-Grippe nach Hause. Eigentlich sollte Torwart Patrick Galbraith nicht zum Aufgebot gehören. Denn Torwart Patrick Klein war ebenfalls anwesend.

Mikko Vainonen kam in der zweiten Minute zu seinem ersten Einsatz und leitete gleich die erste Torchance der Pinguine durch Martin Schymainski ein, der mit einem Foul gebremst wurde. Bei der fälligen Überzahl traf Marcel Müller den Pfosten. Die Krefelder machten weiter viel Druck. Ex-Pinguine-Torwart Jerry Kuhn bekam reichlich zu tun. Er ließ zwar hier und da den Puck abprallen, doch vor ihm standen meist vier Teamkollegen, so dass die Schwarz-Gelben kaum zum Nachschuss kamen. Die Gäste blieben offensiv harmlos. Torwart Niklas Treutle bekam kaum Puckberührung. In der 13. Minute legte er sich die Scheibe bei einer Hereingabe von Bordson selbst ins Nest. Die Gastgeber verloren ein wenig den Faden, nutzten dann aber ihre dritte Überzahl zum Ausgleich. Schymainski hob den Puck aus kurzer Distanz unter die Latte (19.). Nur 46 Sekunden später passte Tim Hambly im Slot nicht auf, als Combs bei einem Schuss von Owens den Puck unhaltbar ins Tor lenkte. Damit war die Schussbilanz zugunsten der Pinguine (14:5) völlig auf den Kopf gestellt. Fritzmeier reagierte auf Treutles Patzer. In der Pause machte sich Galbraith warm und stand ab dem zweiten Drittel im Tor. Ferner baute der Trainer zwei Sturmreihen um. Kretschmann und Müller tauschten die Plätze. In der Abwehr war für Mike Schmitz Feierabend. Die Umstellungen brachten nichts ein, im Gegenteil. Galbraith musste den ersten Schuss auf sein Tor passieren lassen, weil Kyle Klubertanz den Torschützen Combs ungehindert zum Schuss kommen ließ. Die Pinguine versuchten alles, so schnell wie möglich den Anschlusstreffer zu erzielen. Doch ihre Artgenossen vor der Nordsee standen wie ein Fels in der Brandung.

In Überzahl eröffneten die Krefelder das Schlussdrittel. Pietta wurde beim Torschuss behindert, scheiterte aber beim fälligen Penalty an Torwart Kuhn. Trainer Fritzmeier schickte nur noch neun Stürmer aufs Eis, die sich weiter an Torwart Kuhn die Zähne ausbissen. Als dann Bremerhavens Heißsporn Lampl Center Pietta mit einem harten Bandencheck niederstreckte und vorzeitig duschen konnte, bot sich den Pinguinen bei der fünfminütigen Überzahl die Chance, wieder ins Spiel zu kommen. Doch nur ein Lattentreffer von Marco Rosa sprang dabei heraus. Zwei Überzahlspiele der Gäste stoppte die Aufholjagd der Schwarz-Gelben. Auch als Torwart Galbraith vorzeitig sein Tor verließ, brachte Bremerhaven den Sieg locker über die Zeit.

Quelle: RP
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