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Blau-Weiß: Regen stört "großen Sonntag"

Lokalsport: Blau-Weiß: Regen stört "großen Sonntag"
Flavio Cipolla führte in seinem ersten Heimspiel für Blau-Weiß in diesem Jahr gegen den Niederländer im Match-Tiebreak bereits mit 6:0 und musste sich trotzdem noch mit 9:11 geschlagen geben. FOTO: Lammertz
Bundesliga. Tennis: Der Bundesligist musste gegen Düsseldorf in die Halle umziehen und unterlag dort mit 1:5.

Das herbstliche Wetter mit Dauerregen störte gestern das Hoch im Krefelder Tennis-Sommer. Ausgerechnet gegen den Niederrheinrivalen Rochusclub Düsseldorf mussten die Sandplatzspezialisten des HTC Blau-Weiß in die Halle ausweichen. Das kostete dem Stadtwaldteam zwangsläufig viele Zuschauer und damit eine erneut gute Einnahme. Statt der erhofften 1500 Fans verfolgten nur gut 100 Besucher das Duell. Darin waren die Krefelder ohne Chance: 5:1 (3:1) gewann das Team aus der Landeshauptstadt. Weil im Parallelspiel Mannheim gegen den Gladbacher HTC gewann, zogen die Grün-Weißen in der Tabelle noch an den Krefeldern vor, die die Saison somit auf dem vierten Tabellenplatz beenden.

"Wir planen einen großen Sonntag", hatte Krefelds Teamchef Olaf Merkel im Laufe der Woche erklärt. Leider spielte das Wetter bei seinen Planungen nicht mit. Wegen des anhaltenden Regens musste das Match kurzfristig in die Halle nach Traar verlegt werden. Die Gäste aus der Landeshauptstadt reisten mit dem zweiten Anzug an. Beim HTC musste Luca Vanni absagen. Das Finale bei den Slovenia Open, das der Italiener gewann, hatte am Samstag erst um 20 Uhr begonnen. Damit war eine rechtzeitige Anreise nach Krefeld nicht mehr möglich. So kam Pablo Galdon an Position vier zum Einsatz, der auf Hartplatz gegen Maximilian Dinslaken ohne Chance war. "Ich habe seit zwei Jahren nicht mehr in der Halle gespielt", sagte der Argentinier nach dem Match.

Auch Matteo Viola tat sich auf dem harten Parkett bei seinem Saisondebüt für den HTC gegen den Kroaten Filip Veger sehr schwer. Den ersten Durchgang gewann er zwar knapp, musste aber den Satzausgleich hinnehmen. Im Match-Tiebreak hatte der Kroate nach ausgeglichenem Beginn das bessere Ende für sich. Das galt auch für Düsseldorfs Matwe Middelkoop. Flavio Cipolla führte in seinem ersten Heimspiel für Blau-Weiß in diesem Jahr gegen den Niederländer im Match-Tiebreak bereits mit 6:0 und musste sich trotzdem noch mit 9:11 geschlagen geben. Damit war die Chance der Krefelder, mit einem Sieg Platz drei sichern zu können, bereits nach den Einzeln vergeben. Immerhin hielt Paolo Lorenzi mit seinem hartumkämpften Drei-Satz-Sieg gegen Filip Horansky die Fahne hoch. Allerdings ging es eng zu: Den Zweiten Durchgang gewann der Gast mit 11:9, Lorenzi verbuchte den dritten Championstiebreak mit 10:8 für sich.

Auch in die Doppeln war für Krefeld nicht mehr viel drin. Olaf Merkel hatte Paolo Lorenzi und Matteo Viola ins Spitzendoppel gegen Horansky und Middelkoop beordert. Doch nach gewonnenem ersten Satz gaben die beiden das Match noch aus der Hand. Mit 8:10 ging der entscheidende Championstiebreak verloren. In zwei Sätzen ging das zweite Doppel verloren. Flavio Cipolla spielte an der Seite von Pablo Galdon, doch die beiden unterlagen gegen Veger/Dinslaken mit 4:6 und 6:7.

"Von dem Ergebnis lassen wir uns die tollen Saison nicht vermiesen. Wir haben alle Grund zu feiern und werden das jetzt auch tun", sagte Olaf Merkel nach dem Spiel.

(hgs/oli)
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