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Lokalsport
Blitz-Duo bleibt nach vier Siegen in der Bundesliga

Radball. Das war nichts für schwache Nerven, was sich da vor wenigen Tage in Gärtringen und vor allem im über 500 Kilometer entfernten Halle abspielte. In beiden Städten fand der letzte Spieltag der Radball-Bundesliga statt. Und auf die Beiden vom RSC Blitz Schiefbahn, Marius Hermanns und Sven Holland-Moritz, hätte keiner mehr einen Pfifferling gewettet, zumal das Duo bislang nur 15 Punkte geholt hatte und mit neun Punkten Rückstand auf den Drittletzten KSC Leipzig klar auf einem Abstiegsplatz stand,. Doch es kam anders: Das Duo bleibt in der Bundesliga. Blitz-Vorsitzender Stephan Güthues sprach hinterher von einer "Sensation" und von "unglaublichen Ergebnissen". Von Willi Schöfer

Die Leipziger Nils Dreyhaupt und Dominic Espen spielten in Gärtringen (Baden Württemberg) , Marius Hermanns und Sven Holland-Moritz in Halle. Zu den 24 Pluspunkten, die Dreyhaupt/Espen bislang erspielt hatte, kam in Gärtingen nur einer dazu. Die Leipziger spielten 4:4 gegen Ailingen und verloren mit 2:3 gegen Gärtringen. Somit kam Leipzig in der Endabrechnung auf 25 Punkte. Den Schiefbahnern fehlten also zehn Punkte. Angefeuert vom kleinen Fanclub der "Blitz Supporters" gelang dem Duo Hermanns/Holland-Moritz zunächst einmal die erwarteten zwei Siege (6:2, 8:1) gegen den Letzten und Vorletzten der Tabelle, RSV Zscherben und RSC Großkoschen. Dann kam aber mit den beiden Teams des RV Obernfeld ein ganz anders Kaliber in Form des Tabellenzweiten und -dritten. Gegen die Zweitvertretung von Obernfeld gelang den Schiefbahnern ein 9:2-Kantersieg. Jetzt fehlte nur noch ein Punkt und das Spiel gegen den Zweiten. In einer bis zuletzt spannenden Begegnung gewannen die Blitzer dieses Spiel mit 2:1. Damit hatten sie das nahezu Unmögliche geschafft. Hermanns/Holland-Moritz lagen sich danach in den Armen.

Deutscher Meister wurde der RMC Stein (59 Punkte), dahinter Obernfeld (43) und Obernfeld II (42). Blitz wurde mit 27 Punkten Achter, dahinter die drei Absteiger: Leipzig (25), Großkoschen (15) und Zscherben (6). "Es wäre sehr schade, wenn die Beiden abgestiegen wären, zumal wir im Dezember noch etwas Großes vorhaben", sagte Stephan Güthues: Blitz Schiefbahn wird Gastgeber des Weltcup-Finales, am Samstag, 2. Dezember, wahrscheinlich ab elf Uhr, in der Jakob-Frantzen-Halle in Alt-Willich.

Quelle: RP
 
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