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Lokalsport
Champions-League: So gibt's Tickets

Kempen. Heute beginnt der Vorverkauf für Borussia Mönchengladbachs Heimspiele in der Gruppenphase der Champions League. Für die Auswärtspartien erhält Gladbach mindestens fünf Prozent des Ticketkontingents seines jeweiligen Gegners. Angesichts der zu erwartenden hohen Nachfrage wird der Klub den Schwarzmarkt genau beobachten. Von Thomas Grulke

Juventus Turin, Manchester City und der FC Sevilla: Seit Donnerstag Abend stehen Borussias Gegner in der Gruppenphase der Champions League fest. Und da die erste Partie bereits in zweieinhalb Wochen ausgetragen wird, beschäftigt Borussias Fans nicht nur die Schwere der Gladbacher Gruppe, sondern vor allem die Frage, wie sie an Tickets für die sechs anstehenden Spiele in der Königsklasse kommen können. Wir haben dazu die wichtigsten Informationen zusammengefasst.

Die Heimspiele Heute beginnt der Kartenvorverkauf für Borussias Heimspiele. Zunächst haben Saisonkarteninhaber ein Vorkaufsrecht, sie können pro Spiel eine Tageskarte erwerben. Ab Montag kann dann jedes Vereinsmitglied zwei Karten für maximal eines der drei Gruppenspiele kaufen. Der Verkauf läuft in beiden Fällen nur über den Ticketshop. Sollten danach noch Tageskarten zur Verfügung stehen, beginnt der freie Vorverkauf (sowohl online als auch in den Fohlenshops) am Montag, 7. September. Jeder Fan kann dann maximal vier Karten pro Spiel kaufen. Die Preise (zwischen 27,50 für die Nordkurve und 78 Euro für die Zentraltribüne West und Ost) sind bei allen drei Gruppenspielen gleich.

Die Kapazität des Borussia-Parks liegt allerdings im Europapokal nur bei 46 279 Sitzplätzen. Fünf Prozent, also etwa 2300 Karten, muss Borussia den Fans des jeweiligen Gastvereins zur Verfügung stellen und dabei auch alle Preiskategorien abdecken. Demnach gehen auch 200 Tickets der besten Kategorie an den Gastverein. Zudem beansprucht die Uefa 350 Karten pro Heimspiel für ihre VIPs und Sponsoren.

Die Auswärtsspiele Entsprechend der Uefa-Regularien stehen Borussia fünf Prozent des gesamten Kartenkontingents des jeweiligen Gastgebers zu. "Wir werden mit den Vereinen sprechen, ob wir darüber hinaus noch weitere Tickets für unsere Fans bekommen können", sagt Borussias Pressesprecher Markus Aretz. In den vergangenen Jahren hatte Gladbach beispielsweise bei den Spielen in Rom und Zürich ein deutlich größeres Kartenkontingent erhalten. Das dürfte allerdings nun in Turin, Manchester und Sevilla wohl eher schwer werden, da alle Klubs über viele eigene Fans, aber nicht die allergrößten Stadien (zwischen 40 000 und 55 000 Zuschauerplätzen) verfügen.

Beim Verkauf der Auswärtstickets wird der Klub auf jeden Fall ähnlich verfahren wie bei Auswärtsspielen in der Bundesliga. Dort gehen zunächst stets 1500 Tickets an das Fanprojekt und die Auswärtsdauerkarteninhaber, zudem erhalten die Fanclubs sowie Borussias Partner und Sponsoren jeweils Karten.

Der Schwarzmarkt Welche horrenden Preise unter Fans aufgerufen werden, wenn die Ticket-Nachfrage groß und das Angebot klein ist, hat nicht zuletzt das Champions-League-Finale zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund 2013 in Wembley gezeigt. Damals wurden im Internet zwei Tickets zum Preis von 4500 Euro angeboten. Borussia will solche Auswüchse nicht tolerieren und beobachtet den Schwarzmarkt genau. "Dazu sind wir gegenüber unseren Mitgliedern verpflichtet, gerade bei einem so stark reglementierten Vorverkauf. Jeder, der nicht zum Spiel gehen kann, kann sein Ticket zum gleichen Preis weiterverkaufen, aber nicht mit Gewinnabsicht", sagt Aretz.

Quelle: RP
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