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Lokalsport
Der KFC verhilft dem WSV zum Aufstieg

Oberliga. Fußball: Durch das 3:3 der Uerdinger im Heimspiel gegen TuRu Düsseldorf stehen die Wuppertaler als Meister der Oberliga fest. Bis zur 85. Minute hatten die Gastgeber noch mit 3:1 geführt. Erneute Abschiedsgerüchte um Lakis. Von H.-G. Schoofs

Der Fußball schreibt manchmal seltsame Geschichten. Saban Ferati war es, der in der Saison 2010/11 im Auswärtsspiel des KFC beim Wuppertaler SV mit seinem Treffer für den Oberliga-Aufstieg der Uerdinger sorgte. Gestern war der Stürmer im Trikot von TuRU Düsseldorf mit seinem Treffer zum 3:3-Ausgleich dafür verantwortlich, dass Wuppertal durch diese Punkteteilung vorzeitig als Meister der Oberliga Niederrhein feststeht. Dabei war der KFC bis zur 85. Minute auf dem besten Wege der Wiedergutmachung für die Pleite in Ratingen gewesen. Denn bis dahin sah er aufgrund des Spielverlaufs und der 3:1-Führung wie der sichere Sieger aus.

Im Stadionheft hatte sich Präsident Lakis, der gestern nicht anwesend war und um den sich diesmal offenbar endgültige Abschiedsgerüchte ranken, bei den Fans mit seinem Vorwort für die blamable Vorstellung in Ratingen entschuldigt und gleichzeitig von einer offenen Rechnung mit TuRU Düsseldorf gesprochen. Trainer Jörg Großkopf verriet nach Spielende, dass er vor dem Anstoß bei der Teambesprechung auf taktische Dinge verzichtet habe: "Es ging nur um Charakter und Mentalität." Das nahmen sich seine Spieler zu Herzen, allerdings nur bis zur 85. Minute. Der Coach hatte erstmals den jungen Marvin Matten auf der rechten Außenbahn von Beginn an aufgeboten. "Er hat seine Sache sehr gut gemacht. Ihm gehört die Zukunft", sagte Großkopf. Neben Matten haben auch Danny Rankl, Pascal Schmidt, Timo Achenbach und Mo Idrissou Verträge für die kommende Saison. Über Schmidt liefen vor der Pause die meisten vielversprechenden Angriffe des KFC. Einer endete mit dem Führungstreffer. Schmidt legte das Leder uneigennützig auf dem mitgelaufenen Rankl, der aus fünf Metern locker einschießen konnte. Rankl war dann auch nach einer Ecke von Schmidt per Kopf zur Stelle und erhöhte auf 2:0. Unmittelbar nach Wiederanpfiff lenkte Ferati den Ball nach einer Flanke mit dem Hinterkopf aus 12 Metern ins lange untere Eck.

Dieser Anschlusstreffer sorgte dafür, dass die Gäste nach der Pause plötzlich ungeahnten Offensivdrang bewiesen. Glück hatte Torwart Ahmet Taner, als der Ball nach einer Ecke auf der Latte landete (60.). Weil Rankl angeschlagen vom Feld musste (63.), sprang eine Minute später Florian Abel mit einem satten Schuss aus 13 Metern als Torschütze in die Bresche. Da war die Messe eigentlich gelesen. Nur für Ferati nicht. Der überlistete Torwart Taner mit einem Heber. Doch nicht der Ball landete im Tor, sondern TuRus Japaner Kashiwase. Dafür soll Fabio Fahrian im Luftkampf verantwortlich gewesen sein, jedenfalls nach Meinung des Schiedsrichters, der auf den Elfmeterpunkt zeigte. Denis Ivosevic verwandelte sicher (85.). Und als alle nach drei Minuten Nachspielzeit schon mit dem Schlusspfiff rechneten, zirkelte Ferati das Leder nach einer kurz ausgeführten Ecke wunderschön ins lange obere Eck. "Alles hat heute eigentlich gut funktioniert. Aber nur bis zur 85. Minute. Wenn man zu diesem Zeitpunkt 3:1 führt, darf man sich den Sieg nicht mehr nehmen lassen, egal wie", sagte Trainer Großkopf hinterher.

Quelle: RP
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