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Lokalsport
Derbys in Oedt und auf der Hubert-Houben-Kampfbahn

Kreisliga. Fußball: SC Viktoria vor schwerem Gang nach Schiefbahn. Beim SV Vorst trat Trainer Michael Ingenrieth vom Rücktritt zurück. Von Werner Fuck

A Vorhang auf zur Spielzeit 2016/2017. Im Gegensatz zur vergangenen Saison gibt es dieses Mal aber keinen klaren Aufstiegsfavoriten, was die Sache natürlich noch viel interessanter macht. Dafür haben die Experten, bevor überhaupt der erste Ball gespielt ist, aber mit der Zweiten des VfR Fischeln, wo fast alle Akteure des Vorjahreskaders von der Fahne gingen, einen sicheren ersten Absteiger ausgemacht. Sonntag um 11 Uhr kommt der TSV Kaldenkirchen kommt an die Kölner Straße. Mit Christian Hollender fehlt dabei den Gastgebern, die kaum mit Hilfe von Oben rechnen können, ein ganz wertvoller Akteur. Ähnlich eng wie für die Fischelner war in der letzten Spielzeit auch die Situation für den TSV Bockum. Und da personell bei ihm auch kaum Anlass zu positivem Denken besteht - außerdem sind aktuell viele Spieler, darunter auch Leistungsträger, verletzt -, wird es wohl erneut eine Zitterspielzeit geben. "Unser einziges Ziel bleibt der Klassenverbleib", sagt Trainer Andre Rogge. Erster Gast am Prozessionsweg ist die Anrather Viktoria, die auf die Langzeitverletzten Matthias Wiese, Sven Paulsen und Til Jonas van der Hoven verzichten muss. Außerdem weilt Rückkehrer Nomikos Mike Rigas noch in Urlaub. Eine Art Wundertüte, wegen der vielen Neuzgänge bzw. den Abgängen der torgefährlichen Brüder Halil und Mahmut Dost, ist noch der SV Vorst. Wo die Truppe dann genau steht, wird der erste Härtetest zeigen, der gegen Neuling TuS Gellep auf dem Terminkalender steht. Trainer Michael Ingenrieth trat am Donnerstag von seinem Amt zurück, gestern Abend haben ihn die Spieler zum Bleiben überredet.

Auf den schweren Weg zum SC Schiefbahn macht sich der SC Viktoria Krefeld, für die eine Punkteteilung eine feine Sache wäre. Da wird der Vorjahresabsteiger etwas gegen haben, obwohl er personell aus dem letzten Loch pfeift. Über ein halbes Dutzend Kräfte steht nicht zur Verfügung. Keine optimalen Bedingungen für Trainer Martin Stasch, der weiter auf Schäfer-Treffer hofft, auch eine Klasse tiefer. Von den Aufsteigern aus Schwalmtal wird die Zweite aus Amern höher eingeschätzt als die aus Waldniel. Und zwar deshalb, weil sich bei ihr mittlerweile viele Akteure tummeln, die früher in der Ersten spielten. Bei den Waldnielern ist das wegen des Aderlasses bei der Ersten umgekehrt. Nach Amern reist der SV St. Tönis, der mit Tim Couball, Dominik Lehnen (beide in Urlaub), Andre Rex, Andreas Thommeßen und Patrick Kirchenkamp (alle verletzt) gleich fünf Mann nicht dabei hat. Und Youngster Julian Tilders ist gerade erst aus der Erholung zurück und hat viel Rückstand. Waldniel erwartet die zuletzt so starken Dülkener, wobei abzuwarten bleibt, ob die in der Lage sind, die letzten Leistungen eins zu eins zu wiederholen. Zwei Derbys mit besonderer Brisanz stehen gleich zu Beginn auf dem Programm. Da kommt es in Oedt zum Duell der Aufsteiger gegen die St. Huberter. Auf Hubert-Houben in Krefeld steigt der Traditionsvergleich zwischen Preussen und dem BV Union, wobei beide schon viel bessere Zeiten erlebt haben. Nimmt der geneigte Betrachter die personelle Entwicklung in der Sommerpause als Anhalt, ist die gastgebende Claesgens-Auswahl favorisiert. Die Oedter müssen neben dem gesperrten Kevin Todam noch die verletzten Niklas Brüx und Kevin Feyen ersetzen. Das Tor hütet für Abwanderer Sven-Uwe Locke jetzt der Ex-Vorster Jonas Zimmermann. Bei St. Hubert sind Kevin Wolters und Marc Boemanns noch nicht vor Ort. Lars Semmler und Tim Simon haben noch Trainingsrückstand. Für Boemanns wird Benjamin Thies im Kasten stehen. In der letzten Saison gewannen die Oedter 2:1 und das Rückspiel endete 0:0.

Quelle: RP
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