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Motorsport
"Die schnellste Frikadelle"

Das Porsche-Zentrum Willich bleibt dem Frikadelli-Racing-Team mit dem Vorster Fahrer Klaus Abbelen treu. Beim Auftakt des Langstreckenpokals auf dem Nürburgring kostete ein langer Boxenstopp eine Top-Platzierung. Von Martin Brock

Motorsport In Willich setzt man auf Qualität und Kontinuität - vor allem im dort ansässigen Porsche-Zentrum. Deshalb hat sich Geschäftsführer Joachim Tünnesen dazu entschieden, auch in diesem Jahr dem Rennteam Frikadelli Racing von Klaus Abbelen seine Unterstützung zuzusichern.

Der bei den Fans als "schnellste Frikadelle der Welt" bekannte Porsche 997 GT3 RSR wurde in der Winterpause generalüberholt und mit zahlreichen neuen technischen Raffinessen ausgestattet. Abbelen und seine Lebensgefährtin und Teamkollegin Sabine Schmitz wollen mit dem neu aufgebauten Boliden in die Top 10 der Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring vorstoßen

Unterboden kaputt

Dass dies möglich ist, bewiesen die beiden zum Auftakt der Serie am vergangenen Wochenende. Im Zeittraining mit Intermediats noch auf die falschen Reifen gesetzt, sollte es für das schnelle Duo im Rennen von Gesamtrang 20 in kürzester Zeit nach vorne gehen. Nach wenigen Runden zog Sabine Schmitz ihre Bahnen bereits unter den besten zehn. Bis sich der Ansaugdruck an den Untergrund durch den neuen Unterboden zu groß wurde. Mit lautem Getöse brach die Halterung der Unterbodens und Schmitz musste zur Reparatur an die Box.

Wenige Runden später gab der notdürftig geflickte Unterboden erneut auf und die Mannschaft hatte alle Hände voll zu tun, den geschlossenen Unterboden komplett zu entfernen. Somit wurde das Rennen zum ausführlichen Test. Denn Klaus Abbelen übernahm das Steuer des Porsche 997 GT3 RSR und gab es bis zum Ende des Rennens nicht mehr her. Nach dem Fahrerwechsel wollte das Team eigentlich nur noch ein paar Runden drehen und dann einpacken. Schließlich war die Top-Platzierung nicht mehr zu holen, zu lange hatte der Boxenaufenthalt gedauert. Doch Abbelen nutzte die Chance sich ohne Druck auf der Strecke auszutoben. Trotz geringerem Anpressdrucks, lieferte er sich herrliche Duelle auf der Nordschleife und zeigte, was er als alter Hase drauf hat. Das Endergebnis war dabei zur Nebensache geworden.

Bei nächsten Lauf am 10. April wird Frikadelli Racing wieder antreten und dann erneut den Angriff auf den Klassensieg in der Klasse SP7 angehen. Die Zeiten vom Auftaktrennen machten deutlichen, dass das genauso möglich ist, wie der Sprung in die Top 10.

Quelle: RP
 
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