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Lokalsport
DNL-Team des KEV verpasst Halbfinale

Jugend-Eishockey. Bei der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft kassierten die Krefelder gestern auch gegen Bad Tölz eine Niederlage

Der Traum vom Einzug ins Halbfinale platzte für die DNL-Mannschaft des Krefelder EV im Kampf um die Deutsche Meisterschaft auf der Strafbank. Wie schon am Sonntag bei der 3:7-Niederlage gegen den Meisterschaftsfavoriten Jungadler Mannheim, kassierten die Schwarz-Gelben auch gestern im zweiten und letzten Gruppenspiel gegen den EC Bad Tölz zu viele Strafzeiten und schieden mit einer 1:6 (1:1, 0:3, 0:2)-Niederlage aus diesem Turnier mit den sechs besten Teams Deutschlands aus. Allerdings waren die Krefelder im Vorfeld nicht mit zu großen Erwartungen im Wellblechpalast von Berlin Hohenschönhausen angetreten. Schließlich hatte das Team von der Westparkstraße als Tabellenzehnter die Hauptrunde beendet und bereits mit dem Sieg im Play-off-Viertelfinale über den ESV Kaufbeuren das Saisonziel mehr als erreicht. "Es ist zwar schade für die Jungs, aber ich kann keinem einen Vorwurf machen. Ich habe ihnen gesagt, dass es sechs Mannschaften erst gar nicht bis Berlin geschafft haben", sagte Trainer Elmar Schmitz.

Das Duell gegen den EC Bad Tölz war beinahe ein Spiegelbild des Duells gegen Mannheim. Der KEV gestaltete das Match ausgeglichen und ging durch Peter Balacz sogar in Führung (17.). Zwei Minuten später glichen die Tölzer Buben aus, die dann zu Beginn des Mitteldrittels mit zwei Überzahltreffer in Führung gingen. Insgesamt 12 Minuten mussten die Schwarz-Gelben in diesem Drittel in Unterzahl spielen. "Wenn man dann hinten liegt, kommt man nur noch schwer in Tritt. Die besten Spieler sind kaputt, bei fünf gegen fünf kommt der Druck dazu", sagte Schmitz. Die Tölzer konnten zudem auf drei erfahrene Oberliga-Spieler bauen, die am vergangenen Freitag mit der 1. Mannschaft aus den Play-offs geflogen waren. "Mit ihrer Erfahrung haben sie in Unterzahl nicht viel zugelassen. Ich denke, dass Mannheim es morgen gegen Tölz nicht leicht haben wird", erklärte der Krefelder Trainer.

Trotz des verpassten Halbfinals blieben die Krefelder an der Spree und ließen die Eiszeit mit einem Mannschaftsabend ausklingen. "Fünf oder sechs Spieler werden uns aus Altersgründen verlassen, die ich schon seit den Bambini kenne. Da ist so ein Abend eine gute Gelegenheit, sich zu verabschieden", sagte Schmitz. Einige seiner Spieler können sich noch nicht auf die faule Haut legen und sind jetzt international gefordert. Neben Verteidiger Tom Schmitz gehört erstmals auch Stürmer Phillipp Kuhnekath zum Aufgebot der U20-Nationalmannschaft für ein Länderturnier in Salzburg. "Das ist eine tolle Sache. Phillipp gehörte noch nie einer deutschen Auswahl an. Ich habe ihm immer gesagt, er soll dranbleiben. Irgendwann kommt eine Einladung. Das ist auch für andere Spieler eine zusätzliche Motivation", erklärte Schmitz. Thore Weyrauch und Erik Buschmann erhielten eine Einladung für die U18 sowie Tim Stützle von den KEV-Schülern für die U16.

(hgs)
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