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Lokalsport
Ein Rückschlag für die HSG Krefeld

Dritte Liga. Handball: Der Drittligist kam in Langenfeld nicht über ein 30:30-Unentschieden hinaus. Von Sven Schalljo

Am zweiten Spieltag der neuen Saison musste die HSG Krefeld im Spiel bei Aufsteiger Langenfeld einen empfindlichen Rückschlag hinnehmen. Die favorisierten Seidenstädter kamen letztlich über ein enttäuschendes 30:30 nicht hinaus. Dabei rettete ein Siebenmeter kurz vor Schluss sogar noch den Punktgewinn.

Voller Optimismus waren die Mannen von Trainer Olaf Mast nach Langenfeld gereist, um sich mit einem Start mit zwei Siegen an der Tabellenspitze zu etablieren. Die Vorzeichen schienen durchaus günstig zu stehen, denn der Liganeuling aus der Kleinstadt im Kreis Mettmann hatte beim Saisonauftakt, obschon gegen die Offensivmaschine aus Leichlingen, eine derbe 28:39-Klatsche kassiert. Möglicherweise war es dieses Ergebnis, das den Schwarz-Gelben trotz mahnender Worte ihres Trainers unter der Woche etwas zu viel Sicherheit gab.

Jedenfalls fand die Mannschaft nie ansatzweise zu ihrer Leistung. Besonders die Defensive konnte an die gute zweite Halbzeit vergangener Woche zu keiner Zeit anknüpfen. Zwar gelang schnell das erste Tor und der Gast konnte mit dem zwischenzeitlichen 3:2 durch Kuhfuss auch einen soliden Start hinlegen, doch es sollte bereits die letzte Führung des Abends sein. Nur all zu selten konnte die Verteidigung die Angriffe der Gastgeber stoppen und so ging es mit einem überraschenden, doch verdienten, 12:14-Rückstand in die Kabinen.

Natürlich waren alle Beteiligten zutiefst unzufrieden mit der eigenen Leistung. Entsprechend sah es nach der Pause nach einer Besserung aus und die Krefelder kamen bereits in der 37. Minute zum zwischenzeitlichen 16:16 durch den erneut starken Neuzugang Dario Polman. Wer allerdings nun glaubte, die Partie nähme ihren erwarteten Verlauf, der sah sich getäuscht. Stets ging der Gastgeber in Führung, die HSG musste hart um den Anschluss kämpfen. Und letztlich wurde es ein Herzschlagfinale, als kurz vor dem Ende besagter Polman, mit elf Treffern erneut mit Abstand bester Werfer seines Teams, zum Siebenmeter antrat. Der Niederländer hielt der Nervenprobe stand und verwandelte auch seinen dritten Strafwurf des Abends, um wenigstens einen Punkt zu retten.

Wenig zufrieden war Trainer Mast nach dem Spiel: "Mir fallen nicht viele Mannschaftsteile ein, die heute ihre Leistung gebracht haben. Langenfeld hätte den Sieg normalerweise verdient gehabt. Es ist ein glücklicher Punkt." Für die HSG ist damit am kommenden Wochenende gegen die SG Schalksmühle-Halver Wiedergutmachung angesagt.

HSG: Ruch, Nippes - Heimansfeld (1), Hombrink (1), Goerden (2), Schneider (3), Plhak (1), Gentges (4), Kuhfuss (2), Pagalies (5), Polman (11/3).

Quelle: RP
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