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Fischeln baut Vorsprung auf die Abstiegszone auf sechs Punkte aus

Lokalsport: Fischeln baut Vorsprung auf die Abstiegszone auf sechs Punkte aus
Kevin Enke ist noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte, hielt aber beim wichtigen Auswärtssieg 90 Minuten durch. Obendrein gelang dem 29-Jährigen der wichtige Siegtreffer beim Tabellenletzten. FOTO: Lammertz, Thomas (lamm)
Oberliga. Fußball: In einer schwachen Begegnung setzt sich der VfR mit 2:1 beim Absteiger TV Kalkum-Wittlaer durch. Nach dem Rückstand sorgen Kei Hirose und Kevin Enke für den wichtigen Dreier. Von Uwe Worringer

"Das hatte nichts mit Fußball zu tun. Wichtig waren aber die drei Punkte. Daher ist mir das Zustandekommen heute wurscht." Das Statement von Fischelns Trainer Josef Cherfi lässt erahnen, was sich gestern im Duell zwischen dem Tabellenletzten TV Kalkum-Wittlaer und dem VfR abspielte. In einer schwachen Begegnung setzten sich die Krefelder am Ende mit 2:1 (1:1) durch und taten damit einen wichtigen Schritt Richtung Klassenverbleib. Wie bedeutsam der Erfolg war, lässt sich beim Blick auf die Ergebnisse der Konkurrenz erahnen, die teilweise zu unerwarteten Punkten kamen. Mit sechs Punkten Vorsprung vor dem ersten Abstiegsplatz geht der VfR nun auf der Zielgeraden in die letzten drei Spiele.

Die Gäste sahen sich einer doppelten Viererkette gegenüber, entwickelten aber keine Ideen, diesen Riegel zu knacken. Erschwerend kam hinzu, dass im vorderen Bereich das Spiel ohne Ball fehlte, so dass sich kaum Anspielstationen boten. Und was in der Folge durch viele Rückpässe nach geduldigem Spielaufbau aussah, war letztendlich nur das Ergebnis eigener Ratlosigkeit. Der Absteiger tat das, was er konnte. Verteidigen und auf Konter und Fehler warten. So wie beim 1:0, als Keeper Halil Özcelik nach einer Ecke auf der Linie klebte und Toni Matic am langen Pfosten ungehindert einnicken durfte (14.). Wenn etwas bei den Gästen ging, dann über die rechte Seite, auf der Simon Kuschel eine starke Leistung zeigte. Richtige Torgefahr ging von diesem Flügel aber auch nicht aus. Dazu rannten sich die phasenweise verunsichert wirkenden Krefelder viel zu häufig fest, oder suchten den fleißigen, kleinen Kei Hirose mit zu hohen Anspielen. Als der VfR zum wiederholten Male den Versuch startete, durch das dichte Zentrum zu gelangen, fand Christos Pappas eine entscheidende Lücke. Hirose nahm technisch sauber an, drehte sich blitzschnell und traf aus kurzer Entfernung zum Ausgleich (32.).

Mit Beginn der zweiten Halbzeit gelang es dem VfR durch vermehrte Positionswechsel die statische Abwehr der Gastgeber mit deren groß gewachsenen Innenverteidiger etwas in Wanken zu bringen. Doch die gute Vorarbeit brachte nicht viel ein. Besonders bei aussichtsreichen Kontern fehlte meist die Präzision beim finalen Pass. So entsprang der Siegtreffer keiner Kombination, sondern dem gedankenschnellen Handeln von Kevin Enke. Der aufgerückte Verteidiger nutzte im Nachsetzen eine Unaufmerksamkeit der nie aufgebenden, aber weiterhin limitierten Hausherren zum 2:1-Siegtreffer (55.).

Cherfi, der gestern nur drei Defensivspieler auf der Bank hatte, lobte in einer personell schwierigen Situation vor allem Enke und Damian Raczka, die durch Trainingsrückstand nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte sind, aber trotzdem durchhielten: "Beide haben das sehr ordentlich gemacht."

Quelle: RP
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