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Fischeln übernimmt Tabellenführung

Lokalsport: Fischeln übernimmt Tabellenführung
Der Fischelner Alexander Lipinski (li.) war gestern von den TuRu-Spielern nicht zu stoppen und erzielte alleine drei Treffer beim 5:3-Erfolg seiner Mannschaft. FOTO: Ingo Rubenzer
Oberliga. Fußball: In einer torreichen Partie fuhr der VfR bei TuRu Düsseldorf den zweiten Saisonsieg ein. Lipinski gelangen beim 5:3 drei Treffer. Die Cherfi-Auswahl zeigte tolle Offensivaktionen, brachte sich aber selbst um einen deutlicheren Erfolg. Von Uwe Worringer

Auch nach dem 2. Spieltag hat der VfR Fischeln seine weiße Weste behalten. Bei TuRu Düsseldorf setzten sich die Grün-Weißen in einer torreichen Begegnung verdient mit 5:3 (1:0) durch. Dank der besseren Tordifferenz gegenüber dem SC West übernahm die Cherfi-Auswahl sogar die Tabellenführung.

Auf dem Weg dorthin standen sich die Krefelder eigentlich nur selbst im Wege. Spielerisch waren die Gäste den Oberbilkern in jeder Hinsicht überlegen. Was Kevin Breuer, der überragende David Machnik und Alexander Lipinski im Laufe der Partie aus dem Mittelfeld produzierten, sorgte phasenweise sogar für Szenen-Applaus der TuRu-Anhänger. Aus der Abwehr sorgte zudem Burak Akarca für Impulse, der seine Position sehr offensiv interpretierte und immer wieder gute Angriffe einleitete. Sehenswert war auch das 1:0 durch Lipinski, der von der Strafraumgrenze aus halblinker Position eine Volley-Abnahme unter die Latte jagte (17.). Der Youngster hatte auch das 2:0 auf dem Fuß, scheiterte aber am gut reagierenden TuRu-Keeper Björn Nowicki (27.). Das Spiel der Gastgeber wirkte dagegen zu statisch, um den VfR in Verlegenheit zu bringen. Allerdings gab es ab und an Abstimmungsprobleme in der Defensiv-Zentrale, so dass sich die Gäste ihrer Sache nie sicher sein konnten.

Nach einem Freistoß von Breuer erzielte Lipinski nach der Pause das schnelle 2:0 (46.) und Emre Özkaya, der mit seiner hohen Laufbereitschaft viele Räume für seiner Hintermänner schuf, traf nach Breuer-Zuspiel zum 3:0 (60.). Schon vorher deutete sich aber eine gewisse Lässigkeit in den VfR-Aktionen an, was sich zunächst nicht änderte. Mit der Folge, dass Markus Rychlik fast unbehelligt ein Solo zum 1:3 abschloss (64.). Zwar antwortete der VfR nach Breuer-Zuspiel mit dem 4:1 durch Lipinski (66.), spielte aber weitere gute Angriffsansätze im Gefühl des sicheren Sieges zu halbherzig zu Ende. Das rächte sich, denn Turu, das letzte Woche ein 0:3 in eine 4:3-Führung drehte, drängte nun mit Macht auf das 2:4 durch Samuel Limbasan und profitierte dabei von Stellungs- und Zuordnungsfehlern der Gäste (75.). Kurz darauf verhinderte Damian Razcka das 3:4 und auch Halil Özeclik musste weitaus häufiger eingreifen als in der ersten Hälfte. Schließlich beendete das 5:2 durch Machnik alle Spekulationen (87.). Erneut war Breuer der Wegbereiter. Was die Punkte angeht, hatte das 3:5 durch Lukas Reitz (87.) am Ende nur noch statistischen Wert.

Trotz des Sieges musste sich der VfR die Kritik gefallen lassen, die Partie nicht konsequent genug abgehandelt zu haben und bei Standardsituationen nicht auf der Höhe gewesen zu sein. Das war auch Trainer Josef Cherfi bei aller Freude ein Dorn im Auge: "Darüber werden wir sicher reden und daran arbeiten müssen. Das Gute ist aber, dass sich die Mannschaft selbst darüber ärgert. Denn das kann auch mal drei Punkte kosten. Unterm Strich hat die Mannschaft das aber wieder sehr, sehr gut gemacht."

Quelle: RP
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