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Lokalsport
Florian Boehnisch sitzt wieder im Rennkart

Motorsport. Der 19-jährige Rennfahrer aus Kempen startete beim ADAC-9-Stunden-Rennen in Oppenrod Von H.-G. Schoofs

Florian Boehnisch lässt keine Gelegenheit aus, sein Rennfahrer-Talent unter Beweis zu stellen. Das gelang dem 19-jährigen Kempener jetzt beim ADAC-9-Stunden-Kartrennen im hessischen Oppenrod bei Gießen, wo er für das Magna-Racing-Team im Einsatz war. Beim freien Training verbesserte Florian zusammen mit dem Teamchef das Kart und konnte dem ganzen Team schnellere Rundenzeiten ermöglichen. Dieses Team besteht erst seit Anfang 2015 und hatte somit noch nicht allzu viel Erfahrung. Florian hingegen stand vor seinem dritten Langstreckenrennen auf dieser Strecke und konnte seine Erfahrung in technischer und fahrerischer Sicht bei der Abstimmung des Karts mit einfließen lassen.

Beim Qualifying sollte einer der Stammfahrer die Startposition festmachen. Kurz vor dem Qualifying regnete es, so dass der wenig erfahrene Stammfahrer nur den 41. von 44 Startplätzen erreichte. "Ich konnte für das Qualifying leider nicht berücksichtigt werden, da dies ein Stammfahrer fahren musste. Der schnellere Stammfahrer war für den Rennstart eingeplant. Da haben wir aber eine Münze entscheiden lassen, ob er oder ich starten soll, ich gewann und durfte den Start fahren", berichtet der Abiturient des LVD-Gymnasiums.

Was dann folgte war unglaublich. Florian Boehnisch fuhr von Startplatz 41 innerhalb von einer Stunde auf Position sechs im Gesamtklassement. "Ich habe meinen Teamchef am Streckenrand von Runde zu Runde mehr jubeln gesehen. Anfangs war es ein Daumen, am Ende waren es Luftsprünge," sagte der Kempener. Beim Rennen lief es dann nicht mehr so gut. Das Team erhielt im Laufe der neun Stunden Rennzeit drei Zeitstrafen wegen Untergewicht und Überschreiten des Tempolimits in der Boxengasse. Außerdem sorgte eine defekte Einspritzdüse für Probleme. So reichte es am Ende nur zum 36. Platz. Das Ergebnis spiegelt allerdings nichtseine Leistung wieder. "Das ist ein Teamrennen, man gewinnt und verliert zusammen. Mir war klar, dass wir mit dem neuen Team nicht direkt ums Podium kämpfen können, auch wenn es vielleicht möglich gewesen wäre. Für mich zählt vorrangig, dass ich dem Team helfen konnte. Außerdem bin ich zufrieden mit dem Rennen, denn ich habe gezeigt, dass man mit einem vermeintlich langsamen Kart auch die ganz Großen ärgern kann", sagte Florian nach dem Rennen."

Der Kempener hofft nun , dass er im Laufe dieser Rennsaison noch zu Einsätzen im Kart oder im Tourenwagen kommt. Für die Finanzierung ist er weiter auf der Suche nach Sponsoren, ohne die kaum ein Startplatz zu finden ist. Nach dem bestandenen Abi ist er häufig mit seinem Privatwagen (1er BWM mit 240 PS) auf dem Nürburgring zu finden. Dort verbesserte er kürzlich auf der Nordschleife (24,358 km) seine persönliche Bestzeit auf 8:27 Minuten, die sein Talent auch im Rennauto beweisen. Fit hält er sich mit viel Sport. Kürzlich absolvierte er den Halbmarathon in Venlo in 1:47,58 Std.

Quelle: RP
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