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Lokalsport
Fritzmeiers Zukunftsmusik klingt gut

Del. Eishockey: Gestern erklärte der Trainer der Krefeld Pinguine, wie er sich in der neuen Saison die Zusammenarbeit mit dem KEV vorstellt. Der neue Co-Trainer soll sich auch um die Jugend kümmern. Dauerkartenverkauf gut angelaufen. Von H.-G. Schoofs

Auf mögliche Neuzugänge oder Weiterverpflichtungen müssen die Fans der Krefeld Pinguine weiter warten, aber nicht mehr lange. Ende April sollen weitere Personalentscheidungen fallen. Ob diese dann etwas mit der Scouting-Tour durch Nordamerika zu tun haben, von der Franz Fritzmeier am Dienstag zurückkehrte, ist völlig offen. "Es kann auch sein, dass wir keinen Spieler von dort holen", sagte der Trainer gestern. Der Trip über den großen Teich war für den jüngsten DEL-Trainer "sehr wertvoll": "Dank Rick Adduono wurden uns viele Türen geöffnet. Er hat alles sehr gut vorbereitet und organisiert. Nur ein Schneesturm in Boston hat dafür gesorgt, dass wir eine Nacht länger in Chicago bleiben mussten. Aber das war auch kein Problem."

Auf Fritzmeiers noch sehr langen Einkaufsliste stehen viele Namen: "Einige habe ich gestrichen, weil die Leistung nicht stimmte oder sie zu teuer sind. Andere sind dazu gekommen. Es ist schwieriger geworden, an Topspieler zu kommen. Die Veteranen, die noch in der AHL spielen, werden dort sehr gut bezahlt und wollen daher nicht mehr unbedingt nach Europa. Die jungen Topspieler hoffen auf den Sprung in die NHL." Auf seinem Zettel stehen auch Akteure aus der DEL, die nicht bei ihren bisherigen Vereinen bleiben werden. Sonntag ist der Coach in Kassel beim Play-off-Finalspiel der Huskies gegen die Bietigheim Steelers zu Gast.

Ein Center, zwei Außenstürmer und zwei Verteidiger sollen bis August verpflichtet werden. Das sollen nach Möglichkeit Akteure sein, die auf dem Eis Impulse setzen und deren Wort in der Kabine Gewicht hat. Der Trainer ließ durchblicken, dass dann insgesamt wohl neun Kontingentspieler zum Kader gehören werden: "Gute, erfahrene deutsche Spieler sind sehr teuer. Daher gehören zu unserem Team hauptsächlich junge deutsche Spieler, die wir verbessern wollen." Dafür soll auch der neue Co-Trainer sorgen. "Wir suchen einen jungen und hungrigen Coach, der mit den Spielern im läuferischen und technischen Bereich arbeiten wird. Und das nicht nur bei uns, sondern auch beim KEV, zum Beispiel mit den Achtjährigen. Er kann auch mal das Training der DNL-Mannschaft übernehmen. Wir verfügen in Krefeld über drei Eisflächen. Das ist eine sehr gute Voraussetzung. Wir müssen dafür sorgen, eigene Talente an die DEL heranzuführen." Fritzmeier setzt wie bisher auf ein dreiköpfiges Trainerteam, in dem Elmar Schmitz bleiben wird, der aber auch seine Aufgaben beim KEV behält.

Karsten Krippner zeigte sich gestern zufrieden mit dem bisherigen Dauerkartenverkauf: "Der läuft ähnlich gut wie im Vorjahr. Wir haben im Stehplatzbereich 30 neue Kunden." Als "sehr schwierig" bezeichnete der Geschäftsführer die Suche nach neuen Sponsoren: "Wir sind zunächst froh, dass uns alle bisherigen Sponsoren erhalten bleiben. Die entsprechenden Verträge, die wir für die Lizenzunterlagen benötigen, sind schriftlich fixiert." Der Kassensturz zum Ende des Geschäftsjahres (30. April) steht noch aus. Krippner rechnet aber schon jetzt mit einem Defizit im sechsstelligen Bereich. Der dürfte nach Informationen unserer Zeitung im mittleren Bereich liegen. Bis zum 20. Mai müssen die Lizenzunterlagen bei der DEL eingereicht werden.

Quelle: RP
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