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Für Vorst wird die Luft dünner

Lokalsport: Für Vorst wird die Luft dünner
Vorst in Bedrängnis: Christopher Liedtke kommt in dieser Szene frei zum Wurf. FOTO: Busch
Oberliga. Handball: Die Vorster unterlagen im Kellerduell gegen den TV Lobberich mit 28:33. Von Marcel Püttmanns

Allen Beteiligten war die Wichtigkeit des Aufeinandertreffens zwischen dem TV Vorst und dem TV Lobberich bewusst. Allein die Tabelle war in dieser Hinsicht extrem ausdrucksstark. Diese wirkt auf die Vorster nach der bitteren 29:33 (15:18)-Niederlage beim direkten Konkurrenten nun noch wesentlich unangenehmer. Statt dem erhofften Sprung auf einen Nicht-Abstiegsplatz, wird die Luft für die Grün-Weißen nach der phasenweise uninspirierten Vorstellung allmählich dünner.

Mit ein wenig mehr Fortune im Abschluss hätte die Partie nach konzentriertem Beginn womöglich einen anderen Verlauf genommen, denn die Gäste hätten in der Anfangsphase gut und gerne auf 6:1 davonziehen können. So aber entzogen die Hausherren den Vorstern nach gut zehn Minuten mit bedingungslosem Einsatz schrittweise das Kommando. Spielerisch nicht gerade entfesselt, dafür aber mit umso mehr Courage und Leidenschaft, setzte Lobberich den Grün-Weißen ordentlich zu. Die Mannschaft von Trainer Ron Andrae agierte vor allem in der Deckung viel zu passiv und leistete auf diese Weise Aufbauhilfe für einen Gegner, der in der jüngsten Vergangenheit nicht gerade vor Selbstvertrauen strotzte. Zwar konnten die Gäste ihre anfällige Deckung zeitweise mit einer guten Offensivleistung kaschieren, so wirklich drängte sich den vielen mitgereisten Anhängern allerdings nicht der Eindruck auf, dass an diesem Abend der lang ersehnte erste Sieg eingefahren werden könnte. Lobberich zog in der 43.Minute erstmals bis auf sieben Treffer weg (26:19) weg und geriet fortan auch nicht mehr ernsthaft in Bedrängnis.

"Das haben wir uns natürlich ganz anders vorgestellt. Scheinbar waren wir mental nicht bereit für dieses immens wichtig Spiel. Lobberich hat die Big Points über die gesamten 60 Minuten mehr gewollt und alles in die Waagschale geworfen. Wir müssen so ein Match mit einer anderen Haltung angehen", zog Andrae ein ernüchterndes Fazit. Die Vorster haben nun zwei Wochen Zeit, um die Wunden zu lecken und sich dann akribisch auf das nächste wichtige Duell gegen Lintorf vorzubereiten.

TV Vorst: Haas, Keusen - Bröxkes (10), Imoehl (1), Jurich (2), Mertens, Sufryd, Kreilein (2), T. Nilles (6), Zimmermann (3), J. Nilles (3), M. Schuffelen, Dohmen (2)

Quelle: RP
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