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Lokalsport
Galbraith will die Adler-Flügel lähmen

Del. Eishockey: Der Torwart der Pinguine feiert nach seiner Knieverletzung heute beim DEL-Heimstart gegen Mannheim sein Comeback. Hinter dem Einsatz von Schymainski steht noch ein Fragezeichen. 5000 Zuschauer werden erwartet. Von H.-G. Schoofs

Ein Sieg und eine Niederlage stehen für Patrick Galbraith im Trikot der Pinguine gegen Adler Mannheim zu Buche. Beim Jahresdebüt 2016 im König-Palast unterlagen die Krefelder mit 4:7. Beim letzten Treffer hatte der dänische Torwart seinen Arbeitsplatz schon verlassen. Viel besser lief es für ihn und seine Vorderleute dann Ende Februar im Adlerhorst beim 4:3-Sieg n.P.. Galbraith krönte damals seine Topleistung im Penaltyschießen und ließ keinen Treffer mehr zu. So eine Top-Leistung der neuen Krefelder Nummer 1 wird auch heute von Nöten sein, wenn die Mannheimer ab 19.30 Uhr im König-Palast beim DEL-Start zu Gast sind. Im Training gab Galbraith gestern deutlich zu erkennen, dass er bereit ist, die Flügel der Adler zu lähmen. Bereit sind jedenfalls die KEV-Fans. Der Vorverkauf verspricht eine ansehnliche und stimmungsvolle Kulisse. Und da der Hochsommer laut Wetterfrösche rechtzeitig der Eiszeit Platz machen soll, kann das Motto heute nur lauten: KöPa statt Biergarten.

Auch wenn sich heute gleich einer der Titelanwärter vorstellt, hätte es bis auf Köln oder Düsseldorf keinen besseren Auftaktgegner für die Pinguine geben können. Denn bis das mit zehn Neuzugängen formierte Team unter der Regie des neuen Trainers Sean Simpson mal so richtig Fahrt aufnehmen wird, könnte noch reichlich Wasser den Rhein von Mannheim nach Uerdingen runterfließen. Zudem fehlen den Kurpfälzern Verteidiger Carle und Vorjahres-Top-Torjäger MacMurchy. Dennoch gehen die Gäste als klarer Favorit aufs Eis.

Franz Fritzmeier genießt das Glück, dass er ohne Personalsorgen ins DEL-Rennen gehen kann. Da der Trainer neben den beiden Torhütern noch 19 Spieler aufbieten kann, muss er sogar einen seiner Schützlinge auf die Tribüne setzen. Da Patrick Klöpper bereits unter der Woche in Duisburg trainierte, könnte es entweder Martin Schymainski oder Mike Mieszkowski treffen. Die Entscheidung wird erst heute nach dem Pre-Game-Skating fallen. "Die Ärzte müssen letztendlich entscheiden, ob er eingesetzt werden kann. Schimmi will natürlich unbedingt dabei sein. Wir müssen die Belastung aber behutsam dosieren", sagte Fritzmeier.

Der Trainer wird wahrscheinlich sieben Verteidiger und zwölf Stürmer aufbieten. In der Abwehr sollen sich auf einer Position Tim Hambly, Kyle Klubertanz und Nick St. Pierre abwechseln, auf der anderen Mike Little, Thomas Supis, Steve Hanusch und Kyle Sonnenburg. Vorne bildet das Trio Müller/Pietta/Vasiljevs die Paradereihe. Durch den Wechsel Vasiljevs für Umicevic wurde der defensive Part dieser Reihe gestärkt. Im zweiten Sturm ist mit dem Trio Koziol/Rosa/Mancari zu rechnen. Wenn Fritzmeier seiner bisherigen Wettkampf-Linie treu bleibt, schickt er nur elf der zwölf Stürmer aufs Eis. Dann werden Müller und Pietta abwechselnd beim Duo Collins/Umicevic Doppelschichten fahren. "Falls Schimmi dabei ist, fangen wir vielleicht doch mit zwölf Stürmern an. Er könnte dann neben Collins und Umicevic auflaufen", sagte der Coach gestern. Das vierte Sturmtrio hieße dann Hauner/Kretschmann/Orendorz.

Man darf gespannt sein, wie der Trainer sein Team taktisch auf die neuen Adler einstellen wird. Denn die Gäste agieren unter Trainer Sean Simpson nicht so offensiv wie in der Vorsaison. Ein Feuerwerk erwartet die Pinguine dagegen am Sonntag in Augsburg, wo es ein Wiedersehen mit Verteidiger Scott Valentine gibt. "Dort wird die Hütte voll sein und einem Hexenkessel gleichen. Da müssen wir Ruhe und Geduld bewahren", sagt Fritzmeier. Die Pinguine werden sich bereits morgen auf die Reise machen, obwohl das Match erst um 19 Uhr beginnt.

Quelle: RP
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