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Lokalsport
Generalprobe vor der Ruder-WM

Lokalsport: Generalprobe vor der Ruder-WM
Die Zwillinge Sara und Miriam Davids wollen sich mit einer guten Leistung in der Schweiz nachhaltig für die WM im Zweier ohne Steuerfrau empfehlen. Sara Davids schrieb gestern noch ihre letzte Klausur zum Staatsexamen und setzte sich am Abend in den Flieger nach Zürich. FOTO: Quicker
Rudern. Der dritte Ruder-World-Cup beginnt heute in der Schweiz. Für Lisa Schmidla sowie Sara und Miriam Davids ist es die letzte Standortbestimmung vor der WM in Frankreich. Weltmeisterin Schmidla gehen im Vierer die Gegner aus.

Bei der dritten Station der World-Cup Serie, die vom 10. bis 12. Juli auf dem Rotsee in Luzern/Schweiz ausgetragen wird, starten drei Starter vom Crefelder Ruder-Club, nämlich Lisa Schmidla und Sara und Miriam Davids. Der Wettbewerb gilt zugleich als eine letzte Standortbestimmung für 48 Nationen in 293 Booten mit rund 700 Athleten vor den Weltmeisterschaften, die Ende August in Auigebelette/Frankreich ausgetragen werden.

Krefelds Spitzenathletin Lisa Schmidla geht dabei wieder im Frauen-Doppelvierer an den Start. Ihre Mannschaft ist in dieser Saison ungeschlagen und möchte dies, als World-Cup Führende, natürlich auch gerne bleiben. Mit dabei sind wieder die starken Polinnen und Niederländerinnen, die zuletzt immer mit auf dem Podest gestanden haben. "Wir wollen unsere Siegesserie natürlich gerne weiter fort setzen, aber ich denke, unsere Haupt -Konkurrentinnen haben die Zwischenzeit genutzt. Aber wir kommen mit dem Druck der Favoritenrolle zurecht und wollen in Luzern vom Start an direkt das Kommando übernehmen", gibt Schlagfrau Schmidla die Aufgabe für Luzern vor. Ein erneutes siebentägiges Trainingslager in Berlin hat den Vierer technisch weiter gebracht und Schmidla, die zusammen mit Carina Bär/Heilbronn, Marie-Catherine Arnold/Hannover und Annekatrin Thiele/Leipzig im Boot sitzt, noch mehr Selbstvertrauen gegeben.

Etwas verwunderlich ist die Meldepolitik der anderen Nationen. Es scheint so, als ob der Deutsche Vierer als uneinholbar gilt. Gerade einmal sechs Boote trauen sich in Luzern an den Start. Die anderen Nationen testen im Einer und Doppelzweier. Zuletzt hatte außer den oben genannten Booten, keiner die Möglichkeit gehabt, dem Trio zu folgen. Bleibt abzuwarten, was Richtung Weltmeisterschaft passiert.

Miriam Davids scheint wieder gesundet zu sein, die jünsten Trainingsbelastungen stimmen optimistisch, dass in Luzern vom jungen Duo alles gezeigt werden kann. Dabei haben die beiden Zwillingsschwestern noch mit einem weiteren Handicap zu kämpfen: Sara Davids hat gestern Vormittag noch ihre letzte Klausur zum Staatsexamen zur Physiotherapeutin und wird abends über Zürich eingeflogen, bevor es für sie Freitagfrüh mit dem Vorlauf los geht. 21 Boote sind dann mit dabei - eine Rekordbeteiligung im Frauen Zweier ohne Steuerfrau - allen voran das Ausnahmeboot aus Großbritannien, das seit ihrem Olympiasieg in London ungeschlagen ist. Durch die bisherigen Krankheitsausfälle von Miriam müssen sich die Davids auch gegen nationale Konkurrenz durchsetzen. Cheftrainer Markus Schwarzrock/Hamburg will zur WM den schnellsten Zweier ohne Steuerfrau schicken. Das Ziel, unter die besten zehn Boot zu fahren, scheint nicht unmöglich - und dann sollte auch das andere deutsche Boot kein Thema sein.

(ST/oli)
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