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Lokalsport
Grefrath gewinnt das Lokalderby

Verbandsliga. Handball: Im Spiel bei der Turnerschaft St. Tönis feierte das Team von Trainer Küsters einen 26:24-Sieg Von Marcel Püttmanns

Die Vorzeichen für das Derby zwischen der Turnerschaft St. Tönis und der Turnerschaft Grefrath waren ähnlich. Beide Teams benötigen im Kampf um den Ligaerhalt jeden Zähler und beide Mannschaften unterstrichen am vorherigen Spieltag eindrucksvoll, dass sie an einem guten Tag jeden Verbandsligisten schlagen können. Die einzelnen Halbzeiten im Lokalduell hätten jedoch kaum unterschiedlicher sein können. Nach einem eklatanten Einbruch im zweiten Durchgang verloren die St. Töniser mit 24:26 (18:11) und verpassten somit den Anschluss ans Mittelfeld. Für die Gäste hingegen beruhigt sich die Lage im Abstiegskampf nach dem dritten Sieg in Serie erst einmal.

Dabei deutete zunächst nicht viel auf einen erfolgreichen Auswärtsauftritt hin. Die Kontrahenten waren in der Anfangsphase um eine schnelle Fortsetzung der gelungenen Vorwoche bemüht. Zielstrebig wurden die Abschlüsse gesucht und nach munterem Beginn stand es 4:4. Anschließend übernahmen die Hausherren zunehmend die Kontrolle. Diszipliniert stand die Mannschaft von Trainer Jürgen Hampel in der Deckung und wartete im Vorwärtsgang geduldig auf ihre Chancen. Gerade im Rückraum legten sich die St. Töniser die Gäste effizient zurecht. Kai Wingert, Yannick Sinnecker und Alexander Bruchhaus kombinierten flüssig und banden stets im richtigen Moment Christian Bothe auf Außen mit ein (7:4). Bereits nach 10 Minuten versuchte Grefraths Trainer Michael Küsters per Auszeit zu intervenieren, mit wenig Erfolg. Seine Mannschaft wirkte im Spielaufbau zunächst fahrig. Abstimmungsprobleme und unsaubere Pässe wechselten sich ab. Dazu konnten einige forcierte Würfe den starken St. Töniser Torhüter Alexander von Borstel nicht beeindrucken. Dementsprechend war die klare Halbzeitführung der Gastgeber die logische Konsequenz. Als diese in der zweiten Hälfte sogar auf acht Treffer anwuchs (21:13), schien die Messe gelesen. Aber weit gefehlt. Plötzlich machten die Hausherren dieselben Fehler wie zuvor die Grefrather, verzettelten sich im Angriff und packten in der Abwehr nicht mehr richtig zu. Treffer um Treffer kam der Tabellenzehnte heran (21:16, 22:20) und brachte nun dank Gereon und Robert Heesen sowie dem sehr agilen Stefan Trienekens seine ganze individuelle Klasse auf die Platte. Die nun immer nervöser agierenden St. Töniser konnten dem in der Schlussphase kaum etwas entgegenbringen und so nahm das Schicksal seinen Lauf. "Wir haben eine tolle Moral bewiesen. 35 Minuten lang war unsere Leistung sehr überschaubar, dennoch haben wir immer an den Erfolg geglaubt und letztendlich die Einladung von St. Tönis angenommen", bilanzierte Küsters zufrieden. Das Fazit von Hampel fiel verständlicherweise nicht ganz so euphorisch aus: "In den letzten 20 Minuten haben wir den Gegner unnötig stark gemacht, zahlreiche Fehler produziert und schlechte taktische Entscheidungen getroffen. Die Niederlage muss jetzt erst einmal verdaut werden."

St. Tönis: v. Borstel, Masalma - Löcher (1), Wingert (8), Bothe (5), Heisig, Nelsen (2), Bruchhaus (3), Beege, Wolf (1), Sinnecker (3), von der Forst, Topp (1).

Grefrath: Jeschke, Peiffer-Hauth - R. Heesen (6), Terkatz, M. Leuf (1), Rufatovic, Verhaelen (2), Klassen, Schmitz (1), G. Heesen (6), Schindler, Trienekens (10)

Quelle: RP
 
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