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Lokalsport
Himmelmann-Ära endet in St. Tönis

Fußball. Aufbruchstimmung bei Teutonia weicht unerwartetem Abstiegskampf Von Uwe Worringer

Nach dem Aufstieg in die Landesliga wartete auf Teutonia St. Tönis zu Beginn des Jahres eine knüppelharte Rückrunde. Denn in der 13er-Gruppe tobte ein Überlebenskampf gegen den Abstieg, in den über weite Strecken gut zwei Drittel aller Clubs verwickelt waren. Aber der Aufsteiger um Erfolgs-Coach "Kalli" Himmelmann hielt dem Druck stand und nach dem 1:1 beim Derby in Tönisberg am 24. Mai knallten die Sektkorken. Der Abstieg war endlich kein Thema mehr. Wie eng es nicht nur bis zu diesem drittletzten Spieltag zuging macht deutlich, dass Teutonia sogar noch die Chance besaß, die Saison als Tabellendritter zu beenden. Am Ende sprang für den Neuling auch dank einer insgesamt guten Rückrunde der 7. Platz heraus. Auch in der Torjägerliste waren die Apfelstädter im vorderen Bereich vertreten. Brian Günther landete mit elf Toren auf Platz drei, Burhan Sahin mit 10 Treffern auf Platz vier.

Bereits vor dem Klassenerhalt wurde Anfang April Himmelmanns Arbeit inklusive dreier Aufstiege in Folge mit einer Vertragsverlängerung belohnt. Vor ihm lag zur aktuellen Saison eine neue, hausgemachte Herausforderung. Zahlreiche Abgänge, darunter einige Leistungsträger galt es zu kompensieren und über ein Dutzend Neuzugänge zu integrieren. Doch zur lange vorher entstandenen Aufbruchstimmung im Teutonia-Lager passte, dass es gleich zu Saisonbeginn Siege über die Favoriten aus Nettetal und Kleve gab. Ergebnisse mit fatalen Folgen, denn sie kaschierten die vorhanden sportlichen Probleme, die auch Himmelmann nicht verborgen blieben. Punktuell fragwürdige Qualität, fehlende Hierarchie, mangelnde Einstellung und Kritik am Trainer selbst führten am Ende zu einer Gemengelage, die die "Himmelmann-Ära" im siebten Jahr am 5. November beendete. Manager Holger Krebs gelang es als Interimscoach eine Negativserie von acht sieglosen Spielen mit einem 4:3-Erfolg über Speldorf zu beenden. Mit Ronny Kockel stieg dann ein namhafter Trainer ein, der seine Aufgabe mit großem Enthusiasmus anging. Eine anhaltende Trendwende gelang Kockel aber bisher nicht. Vier Niederlagen in Folge sorgten nicht nur beim neuen Coach für Frust und den Ruf nach Neuzugängen.

Quelle: RP
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