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HSG: Siegen für den scheidenden Coach

Lokalsport: HSG: Siegen für den scheidenden Coach
HSG-Kapitän Marcel Görden bedauert zwar sehr den Abschied von Olaf Mast, kann aber die Entscheidung des Trainers verstehen. FOTO: T.L:
Dritte Liga. Handball: Nach der Bekanntgabe des Rücktritts von Trainer Olaf Mast zum Jahresende geht der Spielbetrieb der HSG normal weiter. Am Samstag (16 Uhr) steht das Topspiel in Longerich an. Das Team will dem Trainer Siege schenken. Von Sven Schalljo

Die Nachricht, dass Trainer Olaf Mast seine erfolgreiche Arbeit bei der HSG Krefeld nach der Hinrunde beenden wird, schlug am Dienstag auch beim Training der Mannschaft ein wie eine Bombe. "Der Vorstand kam und unterrichtete uns davon. Wir waren alle überrascht. Ich finde es schade, dass Olaf geht, aber ich verstehe die Situation", sagte Kapitän Marcel Goerden im Gespräch mit der RP.

Die Vorbereitung auf das Spiel am Samstag beim Longericher SC allerdings wurde davon nicht beeinflusst. Unmittelbar nach der Bekanntgabe der Meldung startete das Training und alle Spieler waren hoch engagiert bei der Sache. "Wir wollen dem Trainer jetzt einen guten Abschied schenken und die letzten vier Spiele unter ihm nach Möglichkeit gewinnen. Natürlich war das ohnehin der Plan, doch jetzt ist es noch einmal ein Stück weit extra-Motivation", sieht Goerden sogar eher einen positiven Effekt auf die Auftritte in den kommenden Wochen.

In Longerich aber hängen die Trauben für die HSG traditionell hoch. Seit dem Aufstieg der Kölner gab es für die Egales dort noch nichts zu holen. Im Gegenteil, der SC gab ihnen Teils sogar deftige Niederlagen mit ins Gepäck. Umso wichtiger ist es für die Mannschaft, keine Verunsicherung ob der Personalie an der Seitenlinie aufkommen zu lassen und weiter konsequent zu arbeiten. Dies umso mehr, als die überraschende und deutliche Niederlage in Menden vor zwei Wochen auch im vergangenen Heimspiel gegen Volmetal noch spürbar nachwirkte.

Die in den Vorwochen schnelle, spielfreudige und mitreißende HSG wirkte gehemmt und mühte sich zu einem zwar verdienten aber wenig schmuckvollen 23:18-Pflichtsieg. Beim offensivstarken Tabellenfünften, der unlängst mit fünf Siegen und einem Unentschieden aus den vergangenen sechs Spielen den holprigen Saisonstart vergessen machte, hängen die Trauben wie erwähnt hoch.

"Wir haben dort nie gut ausgesehen und wollen das am Samstag ändern. Im Vergleich zu den vergangenen beiden Spielen müssen wir uns in allen Belangen steigern, um dort zu bestehen", betont Mast. Ihm pflichtet auch sein Kapitän bei: "Longerich ist ein starkes Team und hat tolle Fans. In der Halle ist es immer sehr laut und das Heimteam wird nach vorn getrieben. Es wird ein Härtetest für uns."

Mut macht den Eagles allerdings die Tatsache, dass sie sich im bisherigen Saisonverlauf gegen die Topteams weit leichter taten und weit bessere Leistungen boten, als gegen Teams aus dem unteren Tabellendrittel. Dormagen, Schalksmühle, Bergische Panther oder Leichlingen wurden besiegt, Ferndorf hatten sie am Rande der Niederlage. Die Chance auf Zählbares ist also durchaus da. Und vielleicht ist die Motivation, dem Trainer einen guten Abschluss zu verschaffen, das letzte Quäntchen, das noch fehlt.

Quelle: RP
 
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