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Lokalsport
HSG: Spitzenspiel der Dritten Liga steigt Samstag in Krefeld

Dritte Liga. Handball: Der Tabellenzweiter HSG Krefeld empfängt zu Hause um 19.30 Uhr den zwei Punkte dahinterliegenden TV Leichlingen. Von Heinrich Löhr

Wenn die HSG Krefeld am kommenden Samstag um 19.30 Uhr den Leichlinger TV empfängt, dann ist diese Partie in gleich mehrfacher Hinsicht das Spitzenspiel des 24. Spieltages der Weststaffel der Dritten Liga. Da ist zum einen die reine Tabellenkonstellation zu nennen. Tabellenzweiter empfängt den zwei Punkte schlechter platzierten Tabellendritten. Interessant ist aber auch ein Blick auf die Angriffs- und Abwehrleistungen beider Teams. 761 Toren warfen die Angreifer der Leichlingen Pirates, wie sie sich selbst nennen, in den bisherigen 23 Saisonspielen. Das ist ein Schnitt von mehr als 33.

Deutlich ist der Abstand zum Zweitplatzierten dieser Wertung, Tabellenführer VfL Fredenbeck, der bis dato "nur" 686 Mal traf. "Ich weiß auch nicht, ob die nach Toren bezahlt werden", scherzte schon HSG-Trainer Olaf Mast und stellte sich die Frage, wer kann diese Angriffsmaschine stoppen kann? Doch obwohl Leichlingen den treffsichersten Angriff der Liga hat, führt die Torjägerliste mit 177 Treffern der Fedenbecker Jürgen Steinscherer an. Erst auf Platz neun findet liegt mit Valdas Novickis (125 Tore) einen Spieler des kommenden Gegners der Krefelder. Bester Krefelder in dieser Wertung ist Thomas Plhak (92 Tore).

Vielleicht ja seine Abwehr, denn die der HSG ist beste der Liga. Nur 573 Gegentoren stehen da zu Buche, das sind pro Partie im Schnitt weniger als 25. "Nur wenn du hinten gut stehst, wirst du in der Partie eine Chance haben. Auf einen offenen Schlagabtausch dürfen wir uns auf keinen Fall einlassen. Den können wir nur verlieren", sagt Mast. Personell sieht es bei der HSG wieder etwas besser aus, denn Torwart Philipp Ruch trainierte unter der Woche wieder mit. Ihre Grippe weitgehend auskuriert haben Tim Gentges und Lukas Schmitz. Thomas Phlak, der sich unter der Woche einen Finger auskugelte, sollte mit einem Tape spielfähig sein. Als Ausfälle feststehen damit lediglich Kreisläufer Marcel Görden und Abwehrchef Stefan Pletz, der seinen Vertrag um ein Jahr verlängerte. Ein großer Vertrauensbeweis für den 2,04-Metermann, der seit seiner Jugend beim Stammverein Bayer aktiv ist und noch eine Knieoperation mit dreimonatiger Pause vor sich hat. Ebenfalls um ein Jahr verlängert hat auch Michael Heimansfeld. Verlassen werden die HSG aber die beiden erfahrensten Spieler und zwar Kapitän Thomas Pannen und David Breuer. Beide sehen sich mit stärkeren beruflichen Belastungen konfrontiert, die sich mit der Trainingsbelastung nicht mehr verbinden lassen. "Schade, dass diese Entscheidungen, für die ich Verständnis habe, erst so spät gefallen sind. Wir hatten die ein oder andere Anfrage interessanter Spieler, die wir abschlägig beschieden haben", sagt Mast, der sich jetzt nach Alternativen umschaut und bei Breuer hofft, ihn als Abrufspieler zu halten.

Abseits des sportlichen Bereiches sorgte die HSG Krefeld in dieser Woche bei einigen Veranstaltungen mit der Nichtbeantragung der Lizenz für die 2. Bundesliga zur kommenden Saison für viel Gesprächsthema. Zwar gab es aufgrund der gesperrten Glockenspitzhalle viel Verständnis für diese Entscheidung, aber gleichzeitig wurde auch viel kundgetan, dass man sich freut, wenn der Krefelder Drittligist seine Ambitionen aufsteigen zu wollen auch in die Tat umsetzten kann und die Möglichkeit dazu bekommt.

Quelle: RP
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