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KFC bleibt zum Auftakt ohne Torerfolg

Lokalsport: KFC bleibt zum Auftakt ohne Torerfolg
Abgehoben: Vor der stattlichen Kulisse von über 1000 Zuschauern (im Hintergrund: die gut gefüllte Fan-Tribüne mit den KFC-Anhängern) führte Neuzugang Timo Achenbach den KFC Uerdingen als Kapitän aufs Feld. FOTO: Samla
Oberliga. Fußball: Gegen den TV Jahn Hiesfeld spielte der Mit-Aufstiegsfavorit aus Uerdingen nur 0:0 vor 1079 Zuschauern. Walid Sekkour flog nach Tätlichkeit vom Platz, auch Hiesfelds Dennis Hecht musste vorzeitig duschen. Von Heinrich Löhr

Zum Auftakt der Saison 15/16 in der Oberliga Niederrhein ist der KFC Uerdingen in seiner Partie beim TV Jahn Hiesfeld nicht über ein 0:0 hinaus gekommen. Der Mit-Aufstiegsfavorit hatte zwar zu 70 Prozent Ballbesitz, blieb in seinen Aktionen vor dem Tor aber letztendlich zu harmlos, so dass ein Sieg auch nicht verdient gewesen wäre. "In unserem Spiel nach vorne müssen wir dominanter werden, da hat es noch gehakt", befand KFC-Trainer Michael Boris nach der Partie.

Da dessen Spielgenehmigung noch nicht vorlag, stand Uerdingens Toptransfer vom Vortag, Mo Idrissou, wie schon angekündigt nicht in der Startformation. Auch suchte man ihn - anders als die Uerdinger Ex-Profis Norbert Brinkmann und Markus Feldhoff - vergeblich unter den 1079 Zuschauern, die sich auf der Sportanlage in Hiesfeld eingefunden hatten. "Ich habe ihn nicht gesehen", bemerkte Boris spitz. Gut zwei Drittel der Fans waren übrigens aus Krefeld angereist.

Es dauerte bis zur 30. Minute, ehe die ersten echten Torchancen zu notieren waren. Erst lenkte KFC-Schlussmann Daniel Schwabke einen Schuss von Hiesfelds Sturmführer Danny Rankl artistisch mit einer Hand über Latte. Die anschließende Ecke fingen die Uerdinger ab und fuhren einen mustergültigen Konter. Walid Sekkour lief allein auf Hiesfelds Torwart Sebastian Wickl zu. Doch der verkürzte geschickt den Winkel und wehrte Sekkours Schuss mit dem Bein ab. "Wir hatten uns vorgenommen, Rankl aus dem Spiel zu nehmen. Das ist uns bis auf diese eine Szene gelungen", sagte Trainer Boris. So wurden mit dem Spielstand von 0:0 die Seiten gewechselt.

Hiesfeld nahm auch in der zweiten Spielhälfte immer wieder geschickt das Tempo aus dem Spiel und half sich in der einen oder anderen Situation auch schon einmal mit einem etwas rüderen Foul. Von dieser teils hitzigen Atmosphäre ließ sich in der 74. Minute Sekkour anstecken. Der bereits gelbverwarnte Dennis Hecht foulte Sekkour, und der revanchierte sich mit einem leichten Wischer ins Gesicht. Für diese "dumme und unnötige Aktion", wie Michael Boris sie später bezeichnete, sah Sekkour von Schiedsrichter Hendrik Heuvens glatt Rot wegen Tätlichkeit. Da Hiesfelds Hecht zudem und völlig zu Recht Gelb-Rot sah, gerieten die Uerdinger allerdings nicht in nummerische Unterzahl, und mit Zehn gegen Zehn ging es weiter in die Schlussphase der Partie.

Doch wer nun glaubte, dass die Krefelder, als die sicherlich spielerisch bessere Mannschaft, diesen sich nun mehr bietenden Platz und Raum nutzen könnten, sah sich getäuscht. Die meiste Gefahr ging noch von Standards aus, besonders wenn Neuzugang Timo Achenbach, der die Mannschaft als Kapitän aufs Spielfeld führte, mit seinem starken linken Fuß Freistöße und Ecken mit ungeheuer viel Effet in den Strafraum schlug. Einen Verwerter fand er allerdings nicht - vielleicht ändert sich das ja, wenn Mo Idrissou spielen darf.

Quelle: RP
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