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Lokalsport
KFC holt Abwehrspieler aus England

Regionalliga. Fußball: Der KFC Uerdingen hat gestern Jan Holldrack verpflichtet. Der Innenverteidiger kommt vom englischen Zweitligisten FC Brendfort, war aber zuletzt an den Wuppertaler SV ausgeliehen. Drei Spieler verlassen den Verein. Von Oliver Schaulandt

Der KFC Uerdingen ist sozusagen im Schlussverkauf vor dem Schließen des Transferfensters noch einmal auf Shopping-Tour gegangen - und ist über den Umweg Wuppertal in England fündig geworden. Vom britischen Zweitligisten FC Brendfort wechselte Jan Holldrack nach Krefeld. Der 21 Jahre alte Deutsche spielte in der Jugend für diverse Auswahlteams des 1. FC Köln, ging von der Domstadt aus nach England. Sein dortiger Club hatte ihn zuletzt an den Wuppertaler SV ausgeliehen. Der Innenverteidiger sei in der Defensive flexibel einsetzbar und habe zudem noch den Vorteil, die U23-Regel zu erfüllen. Wie lange sein Vertrag läuft und ob er schon am Samstag in der Partie gegen Westfalia Rhynern eingesetzt werden darf, gab der KFC nicht bekannt.

Neben dem Einkauf vermeldeten die Uerdinger auch gleich drei Abgänge. Neben den schon seit einiger Zeit vom Training freigestellten Maurice Schumacher und Sascha Tobor ist ein wenig überraschend Philipp Goris der dritte der Abgänger. "Er hat aus eigenem Antrieb das Gespräch mit uns gesucht mit der Bitte, seinen Vertrag aufzulösen", sagte Trainer Michael Wiesinger dazu. Die Blau-Roten gaben dem Wunsch nach. Einen neuen Club hat Goris auch schon gefunden: Er kehrt zurück zum 1. FC Bocholt, von wo er 2016 als Oberliga-Torschützenkönig nach Krefeld gekommen war. Dort hatte er allerdings mit Verletzungen zu kämpfen und schaffte es nicht, sich einen Stammplatz zu erobern. "Dass wir diesen Transfer so kurzfristig noch stemmen konnten, ist für uns eine tolle Geschichte", sagte FCB-Teammanager Manuel Jara bei fupa.net über die Goris-Rückkehr. "Philipp hat in den letzten vier Jahren 63 Tore geschossen, zudem kennt er das Umfeld und wir wissen um seine Stärken. Er ist der gewünschte Neuzugang, der uns in der Offensive sofort helfen kann." Auch Philipp Goris ist glücklich, wieder für den 1. FC Bocholt auflaufen zu können: "Es ist schön, wieder zurück am Hünting zu sein. Natürlich werde ich alles dafür geben, mit der Mannschaft erfolgreich zu sein und möglichst viele Tore dazu beisteuern zu können, damit wir die ambitionierten Ziele erreichen. Das haben sich die Bocholter Fans einfach verdient", sagte er fupa.net.

Auch Sascha Tobor hat einen neuen Verein gefunden - in der Regionalliga. Der Abwehrspieler wechselt zum FC Wegberg-Beeck, mit ihm wird es also in der Rückrunde noch ein Wiedersehen geben. Der 26-Jährige stammt aus Hilfarth, lernte das kleine Fußballeinmaleins auch beim ortsansässigen TuS Jahn, ehe er zu Borussia Mönchengladbach wechselte. Dort absolvierte er nicht nur seine weiteren Jugendjahre, sondern spielte danach auch vier Jahre in der U 23, ehe er 2014 zu Regionalligist SG Wattenscheid wechselte - von dort ging er 2016 zum KFC. "Sascha passt wirklich komplett in unser Beuteschema", merkt Teamchef Friedel Henßen zum Hückelhovener an. Morgen zählt Tobor noch nicht zum Kader, steigt am Montag dann voll ins Training ein.

Weiterhin beim KFC unter Vertrag steht offenbar Aufstiegskapitän Timo Achenbach, dessen Kontrakt in Uerdingen noch bis 2019 läuft. Auch er spielte in den Planungen des Trainers offenbar keine Rolle mehr; zuletzt war er gemeinsam mit Schumacher und Tobor vom Training freigestellt. Was mit Achenbach geschehen wird, ob er nun vielleicht wieder mit trainieren darf, teilte der KFC nicht mit - wie auch, ob der Vertrag von Schumacher ebenfalls aufgelöst wurde bzw. ob er einen neuen Verein gefunden hat, teilte der KFC nicht mit.. Trainer Wiesinger sagte nichts weiteres zu den beiden; Geschäftsführer Nikolas Weinhart war telefonisch nicht erreichbar.

Quelle: RP
 
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